Anzeige
29. April 2014, 09:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Laienpflege – wissen, worauf es ankommt

Alt werden und auf die Hilfe anderer angewiesen sein – das wollen viele nicht wahrhaben. Angehörige tun sich mitunter schwer damit, den Partner oder ein Elternteil ins Heim zu geben. Doch welche Fallstricke lauern bei der sogenannten Laienpflege?

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

Laienpflege

“Wer keine Patientenverfügung mit den eigenen Wünschen hinterlegt hat, bürdet die Entscheidungen im Ernstfall seinen Angehörigen auf.”

1. Ohne Vollmacht entscheidet das Gericht

Eine Vorsorgevollmacht regelt, wer sich im Pflegefall kümmert, und enthält alle wichtigen Punkte zum eigenen Willen – vom Lieblingsessen über den Wunsch, wie im Pflegefall verfahren werden soll bis hin zu finanziellen Fragen.

Liegt diese nicht vor, kann der Pflegende sich bei Gericht als Betreuer vorschlagen. Dies bedeutet aber auch, dass der eigene Partner kontrolliert wird, Nachweise erbringen und Verfügungen belegen muss.

2. Pflegegeld und Sachleistungen

Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG), das Anfang Januar 2013 in Kraft trat, stehen pflegebedürftigen Personen höhere Leistungen zu. Sie richten sich nach der Pflegestufe. Das Pflegegeld liegt derzeit zwischen 120 und 700 Euro monatlich, Pflegesachleistungen, die etwa für den Pflegedienst genutzt werden können, zwischen 225 und 1550 Euro.

Laienpflege

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Über das Geld können die Versicherten frei verfügen, davon etwa Hilfsmittel kaufen oder auch einen Teil an denjenigen geben, der sie pflegt.

3. Längere Pflege nur mit fremder Hilfe zu stemmen

Da oft der etwa gleichaltrige Partner pflegt, der mitunter selbst schon nicht mehr so fit ist, wird professionelle Unterstützung notwendig. Anderenfalls kann es schnell passieren, dass der Pflegende überfordert ist und der Arzt die Reißleine zieht, die da lautet: Pflegeheim – also genau das Gegenteil von dem, was die Angehörigen wollten.

4. Clever kombinieren, Pflegeleistung erhöhen

Sich professionelle Hilfe bei der Pflege zu holen, hat einen weiteren Vorteil: Die Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistungen erhöht Netto unterm Strich die Gesamtleistungen.

Ein Rechenbeispiel: Ein Pflegebedürftiger in Pflegestufe II nimmt Sachleistungen durch einen Pflegedienst im Wert von 220 Euro in Anspruch. Der ihm zustehende Höchstbetrag beläuft sich auf 1100 Euro. Er hat somit Sachleistungen in Höhe von 20 Prozent ausgeschöpft.

Vom Pflegegeld in Höhe von 440 Euro stehen ihm noch 80 Prozent zu, also 352 Euro. Somit ergibt sich eine Gesamtleistung von 572 Euro, das sind 132 Euro mehr, als wenn Pflegegeld alleine in Anspruch genommen worden wäre.

Seite zwei: Gesetzliche Pflegekasse zahlt mehr, als man denkt

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Stationäre Zusatzversicherung: Die besten Tarife und Anbieter

Das Hofheimer Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) hat die Bedingungswerke von stationären Zusatversicherungen untersucht. Von 272 Tarifkombinationen von 37 Anbietern, die im “M&M Rating Stationär Zusatz” unter die Lupe genommen wurden, erhielten 56 die Bestbewertung von fünf Sternen.

mehr ...

Immobilien

Jost Paffrath neuer Leiter Kapitalanlage bei Ziegert

Jost Paffrath, bisher Vice President Sales bei Immobilienscout24, ist als Leiter Kapitalanlage zum Berliner Unternehmen Ziegert Bank- und Immobilienconsulting gewechselt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Sparer stellen sich auf Negativzinsen ein

Die EZB-Geldpolitik hat die Erträge der deutschen Anleger extrem stark schrumpfen lassen. Negativzinsen mussten sie aber bislang nur in Ausnahmefällen zahlen. Der Rademacher-Kommentar

mehr ...

Berater

Safe.me-CEO wechselt zu Blau direkt

Wie Blau direkt mitteilt, wird Michael Stock künftig die neu geschaffene Management-Position “Head of Business Development” beim Lübecker Maklerpool übernehmen. Er wechselt damit aus seiner bisherigen Position als CEO des Insurtechs Safe.me, das er auch gegründet hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Südkoreanische Reederei Hanjin stellt Insolvenzantrag

Als Folge der kriselnden Schifffahrtsmärkte ist die größte südkoreanische Reederei Hanjin Shipping zahlungsunfähig. Der Insolvenzantrag sei am Mittwoch dem Bezirksgericht in Seoul übergeben worden, teilte eine Sprecherin des mit umgerechnet 4,5 Milliarden Euro verschuldeten Unternehmens mit.

mehr ...

Recht

IVD fordert Nachbesserung der WIKR

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) fordert, dass der Gesetzgeber bei der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) nachbessert. Dafür hat er ein neunseitiges Positionspapier mit Vorschlägen herausgegeben, mit denen sich die Kreditklemme lösen lasse.

mehr ...