Anzeige
14. Mai 2014, 12:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermittlernachfolge: Gefahr erkannt und nicht gebannt

Die Nachfolgesituation in Makler- und Ausschließlichkeitsagenturen in Deutschland ist oftmals noch ungeklärt: Obwohl die Nachfolge für zwei Drittel der Vermittler (65 Prozent) einen hohen Stellenwert einnimmt, haben fast ebenso viele (63 Prozent) bisher noch keine Nachfolgeregelungen getroffen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Nachfolge im Versicherungsvertrieb: Gefahr erkannt und nicht gebannt

Laut der Studie ist eine Vielzahl von Betrieben am Markt, deren Umsätze die Attraktivität ihrer Bestände in Frage stellt.

Bei Unternehmen mit weniger als 100.000 Euro Jahresumsatz sehe die Situation noch bedenklicher aus, heißt es in der Studie “Nachfolgemanagement im Versicherungsvertrieb” der Versicherungsforen Leipzig. In diesem Segment hätten vier von fünf Unternehmen noch keine Nachfolgeregelung getroffen.

Makler bevorzugen stufenweise Abgabe

Für die Nachfolgeregelung sehen Makler grundsätzlich sich selbst in der Pflicht (97 Prozent), während die Ausschließlichkeitsorganisationen (AO) hier zu über einem Drittel den Versicherer als Hauptverantwortlichen sieht.

Unterschiede zwischen Makler und AO zeigen sich auch bei der Frage, welche Form der Nachfolgeregelung favorisiert wird. Während AO-Vermittler am liebsten eine Komplettabgabe anstreben (60 Prozent), setzen Makler in erster Linie auf eine stufenweise Abgabe (68 Prozent). Eine sofortige Trennung kann sich aber immerhin jeder zweite Makler vorstellen. In der AO können sich 54 Prozent mit einer stufenweise Abgabe anfreunden.

Eine Stilllegung des Betriebs kommt für beide Lager so gut wie gar nicht in Frage: Nur vier Prozent der AO-Befragten und knapp drei Prozent der Makler votiert für diese Lösung.

Ruhestand und Gesundheit häufigste Abgabegründe

“Das demografische Problem der Branche setzt sich fort. Zudem ist eine Vielzahl von Betrieben am Markt, deren Umsätze die Attraktivität ihrer Bestände in Frage stellt”, resümmiert die Studie. Dies finde sich auch bei den Abgabegründen von Vermittlern wieder, heißt es. Als besonders triftige Gründe für die Abgabe des Vermittlerbetriebes nennen 87 Prozent der Befragten den Ruhestand und 56 Prozent die eigene Gesundheit.

An der Online-Befragung im Januar und Februar 2014 beteiligten sich insgesamt 486 Vermittler (301 Versicherungsmakler, 169 Ausschließlichkeitsvertreter und 16 sonstige Vertreter). Für die Befragung kooperierten die Versicherungsforen Leipzig mit der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Dresden, der Fachhochschule Dortmund und der Unternehmensberatung Q_Perior. (lk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Das Thema wird sicher noch zunehmen weil mit den ganzen Auflagen und Neuerungen die Attraktivität schwindet. Es gibt immer weniger Nachwuchs und da ist die Politik nicht ganz unschuldig

    Kommentar von Jan Lanc — 7. Juli 2014 @ 15:48

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Versicherer auf Risiko-Kurs

Eine Absicherung für Job und Freizeit zu ermöglichen, gehört zu den Kernkompetenzen der Versicherer. Die Menschen vor existenziellen Risiken zu schützen, wird von Marktbeobachtern als ein Besinnen der Branche auf deren Grundtugenden gelobt. Doch die “Biometrie”-Ausrichtung birgt auch Risiken.

mehr ...

Immobilien

DTI West: Entspannung auf dem Wohnimmobilienmarkt

Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise für die Region West hat die Immobilienpreise in den Metropolregionen Düsseldorf, Köln und Dortmund im zweiten Quartal 2016 untersucht. Die Wohnimmobilien in dieser Region haben sich nur leicht verteuert.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas Investment Partners baut deutsches ETF-Geschäft aus

Das franzöische Institut BNP Paribas Investment Partners setzt seine europäische Expansion im ETF- und Indexfondsbereich aus und ernennt Claus Hecher zum Head of Business Development für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz.

mehr ...

Berater

Makler Nachfolger Club stellt neues Fördermitglied vor

Der Makler Nachfolger Club e.V. (MNC) hat den Kreis seiner Förderer erweitert. Wie der MNC mitteilt, konnte er das Bonner Softwarehaus MWS Braun als Fördermitglied gewinnen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity: Vertragsverlängerung in Eschborn

Der Asset Manager Publity konnte den Mietvertrag mit der Deutschen Bahn für eine Immobilie in der Alfred-Herrhausen-Allee in Eschborn bei Frankfurt am Main um vier Jahre und zwei Monate verlängern.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...