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26. Juni 2014, 09:00
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Riester-Rente versus bAV: Jedes System hat Vor- und Nachteile

Wer eine Antwort auf die Frage “Was ist besser – die Riester-Rente oder eine betriebliche Altersvorsorge?” sucht wird, wenn er Glück hat, die für ihn richtige Antwort bekommen. Tatsache ist aber, dass es keine Pauschallösung gibt. Es kommt auf den Einzelfall an.

Gastbeitrag von Elke Scholz-Krause, ESK Cityfinanz GmbH

betriebliche Altersvorsorge Nachteile

“Aus meiner Sicht gibt es “das Beste” Altersvorsorgesystem nicht, denn jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Die Altersvorsorge sollte immer aus mehreren Bausteinen bestehen.”

Warum wurde die Riesterförderung eingeführt? Durch die Rentenkürzung von 70 auf 67 Prozent sollte durch die staatliche Riesterförderung ein Anreiz geschaffen werden, diese Kürzung durch eine private Altersvorsorge auszugleichen.

Es ging hierbei somit nicht um eine zusätzliche Altersvorsorge, sondern nur um den Erhalt der zukünftigen Altersversorgung nach der eingeführten Rentenkürzung. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) hat den Sinn und Zweck, die spätere gesetzliche Rente durch eine zusätzliche Altersvorsorge zu erhöhen.

bAV in KMUs noch zu wenig umgesetzt

Das Ziel unserer Politik ist es, dass jeder Bürger möglichst eine zusätzliche Altersvorsorge aufbaut – wobei es ja schon im Interesse jeden einzelnen Bürgers sein sollte, später über ein ausreichend hohes Renteneinkommen zu verfügen.

Vielen ist jedoch noch immer nicht bewusst, dass sie über die gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreichend abgesichert sind. Die Bundesregierung plant deshalb die betriebliche Altersvorsorge weiter zu stärken. Gerade in kleinen Unternehmen wird sie noch zu wenig umgesetzt.

Durch die bAV profitiert jeder Arbeitnehmer von sofortiger Steuer- und Sozialversicherungsersparnis. Zahlt ein Arbeitnehmer 100 Euro in eine private Altersvorsorge aus dem Nettoeinkommen ein, so müsste er in der betrieblichen Altersvorsorge, je nach persönlichen Rahmenbedingungen, nur ca. 50 Euro dafür aufwenden.

Riester-Rente: Keine Krankenkassenbeiträge zu entrichten

Bei der Riester-Rente zahlt der Arbeitnehmer erst einmal aus seinem bereits versteuerten Einkommen – also aus dem Nettoeinkommen. Erst mit Abgabe der Einkommensteuererklärung fließen die staatlichen Zulagen in den Altersvorsorgevertrag und gegebenenfalls zu viel gezahlte Steuern zurück.

Sowohl die Riesterrente, als auch eine Betriebsrente werden ab Rentenbeginn mit der vollen persönlichen Steuer belegt. Zusätzlich sind bei gesetzlich Krankenversicherten noch Beiträge zur Krankenkasse auf die Betriebsrente zu entrichten. In diesem Punkt weist die Riester-Rente Vorteile auf, denn es sind keine Krankenkassenbeiträge zu entrichten.

Jeder Arbeitnehmer, der sich mit dem Thema der staatlich geförderten Riesterrente oder bAV beschäftigt, sollte sich eine auf seine persönlichen Verhältnisse bezogene Berechnung erstellen lassen.

Seite zwei: Einkünfte in Rentenbezugsphase mit einbeziehen

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6 Kommentare

  1. Bei 18.000 Euro Jahresgehalt ergibt sich eine sehr geringe gesetzliche Rente. Damit benötigt die junge Frau im Alter die bedarfsorientierte Grundsicherung. Dann hat sie 30 oder 40 Jahre gespart, damit sie weniger “Alters-Sozialhilfe” bekommt. Noch sinnloser geht es nicht!

    Kommentar von Jürgen Häußler — 27. September 2015 @ 00:18

  2. Bitte stellen Sie folgendes richtig:
    Die Zulagen fliessen nicht per Einkommenssteuererklärung,
    sondern per Zulagenantrag.
    Die Förderquote im Riesterbeispiel
    wurde falsch berechnet.

    Kommentar von Ein Leser — 30. Juni 2014 @ 11:28

  3. Vielen Dank für Ihre Anmerkung zu meinem Artikel. 1. Ich bin nicht nur GF einer GmbH, welche Versicherungsstatus hat, sondern als Betriebswirtin für bAV (FH) und BAV Advisor (FH) mit einer Unternehmensberatung auf Honorarbasis tätig Es wird im Artikel erwähnt, dass die Riester-Rente aus dem versteuerten Einkommen gezahlt wird, dies schließt die SV Beiträge mit ein. In der Kürze von 3000 Zeichen im Artikel kann keine komplette Darstellung erfolgen und wenn Sie den Artikel richtig gelesen habe, steht darin, dass es keine pauschale Lösung gibt, sondern es auf die Einzelfallbetrachung ankommt, gerade damit kein Äpfel/Birnenvergleich zustande kommt.

    Kommentar von Elke Scholz-Krause — 30. Juni 2014 @ 10:33

  4. Dieser Beitrag ist nicht nur inhaltlich völlig falsch sondern vermittelt auch ein falsches Bild von der Riesterrente im Vergleich zur bAV. Eine kurze Recherche ergibt das die Autorin GF in einem Unternehmen mit Versicherungsmaklerstatus ist. Dieser Artikel ist demnach maximal als schlechte Werbung mit Falschinformationen zu verstehen. Für mich völlig unverständlich aus welchem Grund so eine Anzeige hier veröffentlicht wird.

    Kommentar von Kommentar notwendig — 29. Juni 2014 @ 14:44

  5. Leider vergisst der Autor zu erwähnen, dass bei der RiesterRente die Sozialversicherungsbeiträge zwar in der Rentenphase nicht anfallen, dafür aber ja auch in der Ansparphase bereits bezahlt wurden (Aus Netto bezahlt, nur bei der Steuer Sonderausgabenabzug!).

    Kommentar von Franz Klammer — 27. Juni 2014 @ 13:55

  6. Grundsätzlich folge ich der Haltung, die Modelle differenziert zu betrachten. Allerdings kann ich nicht folgen, warum bei geringerer Steuerbelastung im Rentenalter das Modell bAV “aus steuerlicher Sicht” nicht die richtige Wahl sein solle? Höhere Ersparnis während Aufbau, geringere Steuer im Rentenbezug. Darauf kommt es doch an!!!

    Inkl. SV-Abzug kann das tatsächlich kippen, soweit ok. Allerdings die Riesterrente mit einem 3/4-Beitrag zur bAV zu vergleichen, scheint mir doch eher der berühmte Äpfel/Birnen-Vergleich zu sein.

    Kommentar von unknown — 26. Juni 2014 @ 13:46

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