Anzeige
Anzeige
10. Oktober 2014, 09:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VAG-Novelle: VDVM warnt vor Kosten für Makler

Die Reform des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) könnte für Makler teuer werden, fürchtet der Verband Deutscher Versicherungsmakler e.V. (VDVM). Nach dem aktuellen Entwurf  sollen von Versicherungen an Makler ausgelagerte Leistungen strengeren Kontrollen unterliegen.

VAG-Novelle: VDVM fürchtet Kostenschub für unabhängige Vermittler

Der VDVM befürchtet, dass die Reform des VAG mit einem massiven Kostenschub für Versicherungsmakler verbunden sein wird.

Der Regierungsentwurf für das “Gesetz zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen” greift die Vorgaben aus Solvency II in Paragraf 32 VAG auf und weitet den in der Solvency II-Rahmenrichtlinie auf “kritische und wichtige operative Funktionen oder Tätigkeiten” begrenzten Fokus laut VDVM letztlich auf alle ausgegliederten Funktionen aus.

VAG-Reform gefährdet Services des Maklers

Der betreffende Versicherer habe sicherzustellen, dass er selber, seine Abschlussprüfer sowie die Aufsichtsbehörden auf alle Daten des Dienstleisters zugreifen können und die Aufsichtsbehörde Zugangsrechte zu den Räumen des Dienstleisters erhält, die sie selbst oder durch Dritte ausüben kann. “Damit schießt der Entwurf deutlich über das in Solvency II geforderte Ziel hinaus”, erklärt Verbandspräsident Peter Wesselhoeft.

Laut VDVM sind verschiedene Tätigkeiten von der VAG-Novelle betroffen, die von Maklern in unterschiedlichem Umfang für die Versicherer übernommen werden, bei denen sie ihr Geschäft platzieren. Insbesondere zählen hierzu das Prämieninkasso, die Dokumentierung, die (Klein-)Schadenregulierung und die Zeichnungsvollmachten. Für Versicherungsmakler stellen sie einen Mehraufwand dar, den sie vor dem Hintergrund des Servicegedanken gegenüber seinem Kunden zu übernehmen bereit seien. Um diese Tätigkeiten ohne Zusatzvergütung leisten zu können, seien sie allerdings darauf angewiesen, kosteneffizient dazu arbeiten.

VDVM fordert Verhältnismäßigkeit

“Diese Voraussetzung dürfte aufgrund der zu erwartenden Kosten nicht mehr gegeben sein, wenn die VAG-Novelle in ihrer vorliegenden Form umgesetzt würde”, warnt der VDVM-Präsident. Die Überlegung des Gesetzgebers, bei der Ausgliederung kritischer oder wichtiger operativer Funktionen sicher zu stellen, dass das ausgliedernde Unternehmen die Kontrolle über diese Tätigkeiten behalten und die ordnungsgemäße Ausübung durch den Dienstleister überprüfbar bleiben soll, sei zwar nachvollziehbar. “Eine solche Überprüfung darf jedoch nicht ohne sachlichen Grund und nicht ohne Grenzen erfolgen”, so Wesselhoeft weiter.

Da Versicherer mit einer Vielzahl von Maklerunternehmen zusammenarbeiten, hätte es marginale Auswirkungen, wenn ein einzelnes Maklerunternehmen seinen Verpflichtungen aus der Outsourcing-Vereinbarung nicht nachkomme. Ein vereinbarungswidriges gleichgerichtetes Verhalten aller Makler oder einer größeren Gruppe zu unterstellen, hält der VDVM für wirklichkeitsfern.

 

Seite zwei: Gesetzgeber soll Eingriffsrechte konkretisieren

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...