Anzeige
12. Juni 2014, 08:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fußball-WM ruft Versicherungsbetrüger auf den Plan

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien weckt bei vielen Fans Begehrlichkeiten auf die neueste Fernsehtechnik – und nicht selten ist Versicherungsbetrug mit im Spiel. Nach einer aktuellen Einschätzung der Zurich Versicherung werden vermeintliche Schäden an Fernsehern häufig mit unachtsamen Freunden oder Unwetter begründet – doch das wird genauestens überprüft.

Fussball-WM ruft Versicherungsbetrüger auf den Plan

Rolf Kretzschmar: “Unsere erfahrenen Sachverständigen können meist in kurzer Zeit feststellen, ob ein Schaden fingiert ist oder ob er sich tatsächlich, wie beschrieben, zugetragen hat.”

“Wenn parallel zu einem Großevent wie der Fußball-Weltmeisterschaft neue top ausgestattete Flachbildschirme bei diversen Elektronikmärkten angepriesen werden, können wir bei uns mit einem erhöhten Schadensaufkommen rechnen”, sagt Rolf Kretzschmar, Betrugs-Experte bei der Zurich Versicherung.

Schadenfälle explodieren nach Produktneuvorstellungen

Dass sich darunter auch zahlreiche Betrugsversuche fänden, sei leider “bittere Tatsache”, so Kretzschmar. Das Phänomen ist der deutschen Versicherungswirtschaft nicht neu: Auch nach der Vorstellung neuer Smartphones oder Spielekonsolen nehmen entsprechende Schadenfälle laut Versicherungsverband GDV zu.

Die beliebtesten Schadenhergänge spielten sich in der Haftpflichtversicherung ab, weiß der Zurich-Experte. So habe beispielsweise ein Versicherungsnehmer das Fernsehgerät eines Freundes versehentlich vom Tisch gestoßen – doch nicht immer entspricht dies der Wahrheit. Eine gute Vorlage für Versicherungsbetrug bei Elektrogeräten seien auch Unwetter: “Bei der Hausratversicherung eingereicht wird dann etwa ein vermeintlicher Blitz- oder Überspannungsschaden an Fernseher oder Spielekonsole”, berichtet Kretzschmar.

Zurich beschäftigt ein Heer von Betrugssachverständigen

Um Betrugsfälle aufzuklären, beschäftigt Zurich rund 45 Experten in einem eigenen Betrugsdezernat. Ziel der Abteilung sei es, die redlichen Kunden vor betrügerischen Machenschaften zu schützen. “Unsere erfahrenen Sachverständigen können meist in kurzer Zeit feststellen, ob ein Schaden fingiert ist oder ob er sich tatsächlich, wie beschrieben, zugetragen hat”, erklärt Kretzschmar. Sobald ein Betrug zweifelsfrei festgestellt worden sei, bringe man diesen auch zur Anzeige. “Eine Bagatellgrenze kennen wir grundsätzlich nicht”, betont der Zurich-Mann. (lk)

Foto: Zurich

Anzeige

1 Kommentar

  1. Solange diese Leute nicht angezeigt werden wird es auch sicher nicht weniger Betrüger geben. Wer merkt das er damit durch kommt hat doch gar kein schlechtes Gewissen.

    Kommentar von Jan Lanc — 13. Juni 2014 @ 10:28

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...