Anzeige
25. November 2014, 11:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Deutsche verzweifeln an Versicherungsklauseln

Das Lesen von Versicherungsbedingungen ist bei deutschen Verbrauchern noch unbeliebter als das Ausfüllen der Steuererklärung. Laut einer aktuellen Umfrage verzweifeln 70 Prozent der Bundesbürger am Versicherungsdeutsch. Das alljährliche Steuerformular ist nur für rund 60 Prozent ein Buch mit sieben Siegeln.

Umfrage: Deutsche kommen mit Versicherungsklauseln nicht klar

Viele Deutsche verzweifeln am Versicherungsdeutsch: “Versicherer und andere Finanzdienstleister stehen vor der Aufgabe, ihre Leistungen transparent darzustellen und Abläufe für Kunden von heute zu vereinfachen”, fordert Claudia Lang, Geschäftsführerin von Community Life.

Damit führt das Lesen von Versicherungsklauseln das Ranking der unbeliebtesten Aufgaben der Deutschen an (siehe Grafik). Das Ranking basiert auf einer onlinerepräsentativen Umfrage des Marktforschers Toluna im Auftrag des Versicherungs-Start-ups Community Life. Dazu wurden 1.000 Frauen und Männer zu Alltagsaufgaben befragt, an denen sie häufig verzweifeln.

Auch beim Auswählen von Finanzprodukten tun sich die Deutschen schwer

Nur beim Auswählen von Finanzprodukten wie Investmentfonds und Derivaten tun sich die Bundesbürger ähnlich schwer, teilt Comunity Life mit. “Selbst das Dechiffrieren der Aufbauanleitung für Möbel ist deutlich weniger Menschen ein Gräuel als das Studieren der Versicherungsbedingungen”, heißt es.

Umfrage: Deutsche kommen mit Versicherungsklauseln nicht klar

Das Lesen von Versicherungsklauseln führt das Ranking ungeliebter Aufgaben an.

Erheblich leichter kommen die Deutschen nach Angaben der Umfragemacher im Internet zurecht. Nur fünf Prozent der Verbraucher halten die Abläufe und Informationen der Online-Händler für zu umständlich, elf Prozent verzweifeln beim Buchen einer Reise über Webportale.

“Versicherer stehen vor der Aufgabe, ihre Leistungen transparent darzustellen”

Versicherer und andere Finanzdienstleister stehen damit immer noch vor der Aufgabe, ihre Leistungen transparent darzustellen und Abläufe für Kunden von heute zu vereinfachen. “Branchenkritiker bemängeln seit Jahren unverständliche Bedingungen, umständliche Prozesse und mangelnde Transparenz”, sagt Claudia Lang, Geschäftsführerin von Community Life.

“Viele Konsumenten möchten sich beispielsweise heute nicht nur online informieren, sondern auch direkt Produkte kaufen, die sie verstehen und überschauen können. Diese Erwartungen sollten und können Versicherungen auch erfüllen”, so Lang. (lk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...