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16. Oktober 2014, 08:49
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“Für jeden Käufer den passenden Kanal”

Als Vorstandsvorsitzender der Zürich Beteiligungs-AG hat Ralph Brand alte Strukturen aufgebrochen. Im ersten Teil des Interviews sprach Cash. mit dem Deutschland-Chef des internationalen Versicherungskonzerns Zurich über die neue Firmenphilosophie, die Herausforderungen im Schaden- und Unfallgeschäft sowie den Trend zur Digitalisierung.

Zurich

“Bei Zurich bieten wir durch unseren Multi-Kanal-Vertrieb für jeden “Käufer” den passenden Kanal. Das ist für uns ganz klar ein strategischer Vorteil.”

Cash.: Herr Brand, als Sie vor zweieinhalb Jahren das Ruder bei Zurich Deutschland übernahmen, wollten Sie alte Strukturen aufbrechen. Inwieweit ist Ihnen das gelungen?

Brand: Das ist uns sehr gut gelungen. Tatsächlich haben wir in den letzten zweieinhalb Jahren Strukturen aufgebrochen, verschoben oder wenn nötig sogar abgeschafft. Wir haben die Organisationsstruktur verändert, das Managementteam neu aufgestellt und uns viel stärker auf eine echte Kundenorientierung ausgerichtet. Das war ein hartes Stück Arbeit, aber den Umbau haben wir nun erfolgreich abgeschlossen.

Sie sagten einmal zur Lage der Versicherungswirtschaft: “Weniger starre Produktorientierung, noch mehr Kundenorientierung”. Hat Zurich den Worten auch Taten folgen lassen?

Ja, das haben wir. Unsere Struktur haben wir insoweit verändert, als dass Zurich sich heute auf drei explizite Kundensegmente ausrichtet und konzentriert und diese damit auch bestmöglich betreuen kann. Hierbei fokussieren wir uns auf das Privatkunden- und kleingewerbliche Geschäft, das Mittelstandsgeschäft sowie unser Global-Corporate-Industriekundengeschäft.

Uns ist aber sehr wohl bewusst, dass es nicht reicht, einfach nur eine neue Struktur einzuführen, um kundenorientiert zu handeln. Neben der Neugestaltung musste vor allem auch eine kulturelle Veränderung im Unternehmen stattfinden, um sich der Kundenorientierung wieder neu zu öffnen.

Mit rund 50 Milliarden Euro haben die deutschen Schaden- und Unfallversicherer im vergangenen Jahr so viel für die Schadenregulierung aufgewendet wie nie zuvor. Fühlen Sie sich damit in Ihrer Meinung bestätigt, dass sich in den meisten Komposit-Sparten kaum Geld verdienen lässt?

Das Jahr 2013 war natürlich stark durch erhebliche Naturkatastrophen wie Flut, Hagel und Sturmereignisse geprägt, die in Frequenz und Höhe schon außergewöhnlich waren. Daher ist dieses Jahr nur bedingt repräsentativ im Vergleich zu anderen Jahren.

Seite zwei: “Komplexitätsreduzierung und Digitalisierung spielen eine wesentliche Rolle”

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