Anzeige
14. September 2015, 11:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Allianz: Haftpflichtschutz gilt auch für selbstfahrende Autos

Für selbstfahrende Autos sind nach Einschätzung der Allianz keine Änderungen bei den bestehenden Kfz-Haftpflichtversicherungen in Deutschland nötig.

Haftpflicht-Versicherung gilt auch für selbstfahrende Autos

Aus Sicht von Allianz-Vorstand Alexander Vollert ist der Start der selbstfahrenden Autos nur noch eine Frage der Zeit. Deshalb müssten bereits jetzt die Spielregeln für das neue Zeitalter der Mobilität geklärt werden.

Anders als in einigen anderen EU-Ländern decke die Kfz-Haftpflichtversicherung, die für Autohalter in Deutschland zwingend vorgeschrieben ist, auch Unfallfolgen durch vollautomatische Fahrzeuge ab.

“Selbst bei einem Verkehrsunfall durch einen Hacker-Angriff auf ein solches Auto würde Versicherungsschutz für das Unfallopfer bestehen”, sagte Allianz-Vorstand Alexander Vollert der Deutschen Presse-Agentur in München wenige Tage vor dem Beginn der Automesse IAA in Frankfurt. “Unser deutsches Versicherungs-System funktioniert.”

Allianz: Produkthaftpflicht wird für die Autohersteller wichtiger

Die Allianz gehört mit der Huk-Coburg zu den größten Autoversicherern in Deutschland. Zusammen kommen die beiden Unternehmen auf rund 18 Millionen Haftpflicht-Versicherte. Die Kfz-Haftpflicht muss in Deutschland jeder Fahrzeughalter für sein Auto, Motorrad, Quad oder Traktor abschließen. Insgesamt gibt es nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft rund 61 Millionen Kfz-Haftpflichtverträge und zusätzlich rund 45 Millionen freiwillige Teil- und Vollkaskoverträge.

Auf die Versicherungen wird die Einführung von autonom fahrenden Autos nach Einschätzung von Vollert aber dennoch Einfluss haben, da die Regressforderungen gegen die Hersteller der Fahrzeuge zunehmen dürften. “Man muss natürlich fragen, wer der Unfallverursacher ist, wenn das Auto selbstständig fährt.” Die Frage der Produkthaftpflicht werde deshalb für die Autohersteller eine größere Rolle spielen.

“Start der selbstfahrenden Autos nur noch eine Frage der Zeit”

Aus Sicht des Allianz-Vorstands ist der Start der selbstfahrenden Autos nur noch eine Frage der Zeit. Deshalb müssten bereits jetzt die Spielregeln für das neue Zeitalter der Mobilität geklärt werden. Dazu gehöre auch die Frage des Datenschutzes bei automatisierten Autos. Vollert sprach sich dafür aus, den Datenaustausch mit Dritten aus Gründen der Datensicherheit nicht über eine offene Schnittstelle im Fahrzeug vorzunehmen, sondern auf einer externen Plattform. “Es darf kein Datenmonopol der Hersteller geben.” Der Autohalter müsse dann selbst entscheiden, welche Daten er freigebe und welche nicht.

Neben dem Fahrzeughersteller oder der Versicherung könnten die Daten nach Worten von Vollert etwa auch für Autowerkstätten von Interesse sein, die dann beispielsweise direkt auf einen zu niedrigen Ölstand hinweisen könnten. “Aber es ist dem Fahrzeughalter überlassen, ob er das möchte.”

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...