Anzeige
Anzeige
30. April 2015, 09:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Autonomes Fahren: Risiken für Kfz-Versicherer abfangen

Während Verbraucher eher die Vorteile autonomer Fahrzeuge sehen, müssen Kfz-Versicherer um ihr Geschäftsmodell fürchten, ergab eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG). Dies könnte nach Einschätzung der Berater dazu führen, dass die Branche den Gesetzgeber dazu bewegen möchte, Nachteile für Versicherer auszugleichen.

Autonomes Fahren

Die US-Konsumenten sehen autonome Fahrzeuge durchaus im positiven Licht.

Die Einführung selbstfahrender Autos, die den klassischen Kfz-Markt in den nächsten Jahren stark verändern dürfte, werde “eine Revolution auf Raten” sein, prognostizieren die Experten der BCG.

Die ersten selbstfahrenden Autos würden zwar bereits diesen Sommer auf den Markt kommen, allerdings könne es bis zu 20 Jahren dauern, erklären die Berater, bis autonome Fahrzeuge zur Norm würden.

Akzeptanz der Marktakteure bestimmt Schnelligkeit der Marktdurchdringung

Wie schnell die Marktdurchdringung erfolgt, werde demnach insbesondere von der Akzeptanz der unterschiedlichen Marktakteure wie den Verbrauchern, Regulierungsbehörden und den sogenannten komplementären Sektoren wie Taxiunternehmen oder der Versicherungsbranche mitbestimmt.

Zumindest die US-Konsumenten sehen autonome Fahrzeuge durchaus im positiven Licht. Der Untersuchung zufolge erwarten sie sich geringere Kosten bei ihrer Kfz-Versicherung sowie für Instandhaltung und Reparaturen. Auch die erhöhte Fahrsicherheit wurde als bedeutsamer Vorteil genannt.

Risiken für “negativ betroffene Marktteilnehmer” abfangen

Für das traditionelle Kfz-Policengeschäft der Versicherer stellen selbstfahrende Autos ein Risiko dar. In der Studie werden zentrale Fragen aufgeworfen, die sich Branchenteilnehmer über kurz oder lang stellen müssen: Welche Konsequenzen wird es haben, wenn Unfälle eher dem Produkt als der fahrenden Person zuzuordnen sind? Wird eine höhere Fahrsicherheit dazu führen, dass der Fahrer mit Prämienvergünstigungen belohnt werden sollte?

Kfz-Versicherer zählten zu den “negativ betroffenen Marktteilnehmern”, die potenziell Druck auf die Politik ausüben könnten, um ihre Interessen zu schützen, fahren die Berater fort. Aus diesem Grund könnte der Gesetzgeber frühzeitig vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um den negativen Effekt für die am stärksten betroffenen Marktteilnehmer abzufangen – wie diese Maßnahmen konkret aussehen könnten, führen die Studienautoren allerdings nicht näher aus. (nl)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Zahl der Unternehmenspleiten fällt deutlich

Die Pleitewelle des vergangenen Jahrzehnts ist abgeebbt. Dank der stabilen Binnenkonjunktur und günstiger Finanzierungen müssen deutlich weniger Unternehmen in die Insolvenz. Bei den Verbrauchern gibt es dagegen einen hartnäckigen Pleitensockel.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...