Anzeige
Anzeige
15. Juni 2015, 13:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: bAV-Verbreitung übersteigt 50-Prozent-Schwelle

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland kommt voran: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Mitarbeiter aus Unternehmen, die eine bAV-Absicherung anbieten, besitzt inzwischen eine Betriebsrente. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Jahr 2011, ergab eine aktuelle Studie im Auftrag der Zurich Versicherung.

bAV-Verbreitung überschreitet 50-Prozent-Schwelle

Arbeitgeber sollten “einen rechtssicheren Rahmen bekommen, um alle Arbeitnehmer in bestehende bAV-Pensionspläne automatisch einbeziehen zu können”, fordert Björn Bohnhoff, Leiter bAV bei Zurich.

Im Vergleich zur Befragung von 2011 sei der Anteil der Unternehmen mit bAV-Angebot leicht von 85 auf 86 Prozent gestiegen, teilte Zurich in Bonn mit. Die Daten beruhen auf einer Umfrage des Kölner Marktforschungsunternehmens YouGov, das Ende 2014 mehr als 550 bAV-Verantwortliche in deutschen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern sowie 76 Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften mit mehr als zehn Mitarbeitern telefonisch befragt hatte.

Mehr als ein Drittel der Kleinunternehmen haben kein bAV-Angebot

Nachholbedarf hinsichtlich ihres bAV-Angebots haben laut der Umfrage insbesondere Kleinunternehmen: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) haben demnach gar keine bAV-Angebote für ihre Mitarbeiter. Von den größeren Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern sind hingegen nur drei Prozent ohne Betriebsrente.

Als Hauptgründe für den Verzicht auf ein bAV-Angebot nennen die Arbeitgeber wie bereits 2011 “fehlendes Mitarbeiterinteresse und zu geringe Mitarbeiterzahl”. Immerhin plant allerdings jedes sechste Unternehmen (17 Prozent) ohne aktuelles bAV-Angebot, die betriebliche Altersversorgung einzuführen.

Fast jeder zweite bAV-Verantwortliche befürwortet “Opt-Out-Regel”

Zurich gehört zu jenen Versicherern in Deutschland, die sich für die Einführung eines “Auto-Enrollment mit Abwahloption” – des sogenannten Opt-Out-Prinzips – stark machen. Nach diesem Modell müsste ein Mitarbeiter in einem Unternehmen ausdrücklich widersprechen, wenn er keine Betriebsrente möchte – andernfalls ist er automatisch dabei. In der Umfrage spricht sich fast jeder zweite bAV-Verantwortliche für diese Regelung aus, da sei “ein wirksames Instrument zur Steigerung der bAV” sei.

Arbeitgeber sollten “einen rechtssicheren Rahmen bekommen, um alle Arbeitnehmer in bestehende bAV-Pensionspläne automatisch einbeziehen zu können”, fordert Björn Bohnhoff, Leiter bAV bei Zurich. Voraussetzung für ein solches System sei die Abwahloption für Arbeitnehmer, so Bohnhoff, wenn diese nicht an der bAV teilnehmen möchten.

“Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, würden auch die Arbeitgeber diese Regelung mittragen und aktiv nutzen”, betont der bAV-Experte und verweist darauf, dass es in Ländern wie den Niederlanden oder Großbritannien, in denen es ähnliche Regelungen bereits gäbe, mehr als 95 Prozent der Betriebe eine “Rente vom Chef” gewährten. (lk)

Foto: Zurich

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...