11. Mai 2015, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Geringe Prämien-Spreizung in der BU ermöglichen”

Im letzten Teil des Roundtable-Interviews sprechen die drei BU-Experten aus der Assekuranz über die Maklerhaftung bei der Vermittlung von BU-Alternativprodukten und die Sorge, dass eine aggressive Preispolitik der Versicherer die BU-Stabilität gefährdet.

BU-Schutz

Die Teilnehmer des Round Tables: Maximilian Beck, Basler Versicherungen (rechts), Christian Mähringer, HDI (oben) und Gordon Hermanni, Zurich Gruppe Deutschland (unten).

Cash.: Etwa jeder fünfte Deutsche hat laut einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov bislang eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung (EU/BU) abgeschlossen. Wie bewerten Sie die BU-Versorgung in der Bevölkerung?

Maximilian Beck, Bereichsleiter Vertriebsförderung Lebensversicherung der Basler Versicherungen: Da mir die Umfrage bekannt ist, weiß ich, dass sich weitere 27 Prozent der Befragten mit dem Thema Arbeitsunfähigkeit noch überhaupt nicht beschäftigt haben, unter den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 40 Prozent. Das ist eine hoch attraktive Zielgruppe, insbesondere was die BU betrifft. Die Sensibilität für das Thema ist durchaus gegeben: Zwei Drittel der Befragten sagen zudem, sie wüssten, dass die staatlichen Leistungen ziemlich knapp bemessen sind. Interessanterweise gibt auch jeder Zweite an, in seinem persönlichen Umfeld jemanden zu kennen, der mit EU oder BU Erfahrungen gemacht hat. Das heißt: Der Bedarf ist da, aber er muss natürlich auch gedeckt werden. Das ist ein Riesenpotenzial für Berater.

Zumeist werden von den Befragten hohe Kosten als Abschluss-Hemmnis angeführt. Wie gehen mit dieser Sorge um?

Christian Mähringer, Vorstand Betrieb Leben bei HDI und Mitglied des Vorstands der Talanx Pensionsmanagement AG: Wir hatten im vergangenen Jahr ebenfalls eine Studie zum Thema Einkommensschutz bei YouGov in Auftrag gegeben und sind zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Für viele Berufsgruppen und insbesondere für Menschen, die überwiegend körperlich arbeiten, ist es oftmals schwierig, den Preis für einen Top-BU-Schutz bezahlen zu können. Gleichzeitig haben wir in dieser Studie festgestellt, dass sich 37 Prozent der Befragten noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Da stimme ich Herrn Beck zu: Allein auf diese beiden Gruppen müssen die Branche und wir als HDI zugehen. Wir müssen unsere Vertriebspartner dazu befähigen, individuell den besten Einkommensschutz für den Kunden zu organisieren, der natürlich auch finanzierbar sein muss. Deshalb fahren wir bei HDI zweigleisig: Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung EGO Top und der Parallel-Lösung, der Erwerbsunfähigkeitsversicherung EGO Basic, die ebenfalls alle Ursachen und Krankheiten abdeckt und somit einen vollumfänglichen Schutz ermöglicht. Kurzum: Es gibt ein Riesenpotenzial, der Markt ist noch lange nicht abgedeckt.

Seite zwei: “Die BU ist der Königsweg”

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

VSAV: IDD-Umsetzung schwächt Verbraucherschutz

Die Umsetzung europäischen Vertriebsrichtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) in deutsches Recht schadet dem Verbraucherschutz, meint die Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler e.V. (VSAV). Sie hat sich daher mit einem Brief an das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz gewandt.

mehr ...

Immobilien

Bundesbank sieht Preisexplosion bei Immobilien mit Sorge

Teils extreme Preissteigerungen bei Wohnimmobilien in Deutschland machen der Bundesbank Sorge. Vor allem an sieben Standorten sei das Niveau weiter bedenklich in die Höhe geschnellt.

mehr ...

Investmentfonds

Nebenwerte erhöhen die Rendite im Depot

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die großen Aktienindizes deutlich outperformen. Auch in der Zukunt dürfte diese Asset-Klasse attraktiv sein. Gastkommentar von Charles Anniss, Union Bancaire Privée

mehr ...

Berater

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Konsultation: „AIF-Geschäftsführung ist nicht qualifiziert“

Die BaFin hat die Frist für Stellungnahmen zu ihrem jüngsten Schreiben um zwei Wochen verlängert. Der Korrekturbedarf ist offenbar groß. Doch frühere Aussagen der Behörde lassen ahnen, wo ihre Grenzen liegen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

VDVM: Bafin schießt übers Ziel hinaus

Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kritisiert die Ausführungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zum BGH-Urteil zur Schadenregulierung. Der Verband will sich gegen eine “so pauschale und undifferenzierte Beschränkung des Berufsbildes des Versicherungsmaklers” wehren.

mehr ...