Anzeige
Anzeige
9. September 2015, 08:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dashcams gegen höhere Kfz-Prämien im Schadensfall?

Britische Versicherer wurden von dem Vergleichsportal uSwitch.com aufgefordert, Prämienvergünstigungen für Versicherte anzubieten, die bereit sind, eine Dashcam in ihrem Auto einzusetzen. Dies könne den Fahrer im Schadensfall entlasten. Hierzulande wurden Dashcam-Aufnahmen bereits als Beweismittel vor Gericht zugelassen – unter bestimmten Bedingungen.

Dashcam

Dashcams nehmen den Blick durch die Windschutzscheibe des Autos auf.

Im Rahmen einer aktuellen Umfrage des britischen Preisvergleichsportals unter 2132 Autofahrern sagten 27 Prozent, sie seien schuldlos in einen Unfall verwickelt gewesen ohne ihre Unschuld beweisen zu können.

Entlastung des Fahrers

Den Studienmachern zufolge könne in solchen Fällen die Installation einer Kamera am Armaturenbrett, die den Blick durch die Windschutzscheibe des Autos erfasst, den Fahrer entlasten und höhere Prämien nach einem Leistungsfall vermeiden helfen.

Diese Technologie komme allerdings kaum zum Einsatz, da die Fahrer laut der Umfrageergebnisse bezweifelten, dass die Dashcam-Beweisaufnahmen Einfluss auf ihre Kfz-Prämie habe.

86 Prozent der Befragten glauben, die Technologie könne sie gegen falsche Ansprüche schützen und 75 Prozent gaben an, Dashcam-Aufnahmen könnten zu schnelleren Schadenregulierungen führen. Weitere 35 Prozent sagen, eine Dashcam würde sie zu besseren Fahrern machen.

Rabatte für Dashcam-Einsatz

“Leider gilt das Sprichwort im Zweifel für den Angeklagten’ nicht, wenn es um Kfz-Versicherungen geht. Viele Fahrer riskieren im Schadenfall eine kräftige Erhöhung ihrer Kfz-Prämie. Jede Maßnahme die ihnen hilft, ihre Unschuld zu beweisen, sollte grünes Licht bekommen”, so Rod Jones, Versicherungsexperte bei uSwitch.com.

Er fordert Versicherungsgesellschaften auf, Rabatte für Kunden anzubieten, die bereit sind, eine Dashcam zu nutzen. Bei Telematik-Tarifen sei dieses Vorgehen bereits Gang und Gäbe.

In Deutschland als Beweismittel zugelassen

In Deutschland sind Dashcam-Aufnahmen vor Gericht als Beweismittel zugelassen. Dies hatte das Amtsgericht Nienburg bereits Anfang des Jahres entschieden. Aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken müsse der Einsatz einer Dashcam allerdings zweckbezogen sein.

In dem verhandelten Fall hatte ein von einem anderen Verkehrsteilnehmer genötigter Autofahrer die Dashcam erst angeschaltet, nachdem er zum ersten Mal bedrängt worden war. Diese Art der Dashcam-Nutzung sei den Richtern zufolge zulässig und als Beweismittel nutzbar. (nl)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...