Anzeige
Anzeige
15. Dezember 2015, 12:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Digitales Schadenmanagement: Kleine Versicherer im Nachteil

Die große Mehrheit der Versicherungsunternehmen misst der Digitalisierung im Schadenmanagement eine hohe Relevanz bei, so eine aktuelle Studie, allerdings glauben fast die Hälfte der Versicherer, dass ihr Unternehmen Nachholbedarf gegenüber den Wettbewerbern hat. Dies betrifft insbesondere kleinere Marktteilnehmer.

Digitales Schadenmanagement

Kleine Versicherer hinken den großen Häusern bei der Digitalisierung im Schadenmanagement hinterher.

Laut einer aktuellen Studie des Beratungshauses Innovalue glauben zwar 96 Prozent aller befragten Versicherungsmanager, dass die Digitalisierung im Schadenmanagement hochrelevant ist und zur Sicherung der eigenen Kundenbasis bei den Sachversicherungen beiträgt.

Kleine Versicherer im Nachteil

Nichtsdestotrotz würden die Digitalisierungsbemühungen im eigenen Haus kritisch bewertet. Über 40 Prozent der Teilnehmer sind den Studienautoren zufolge der Ansicht, dass ihre Gesellschaft gegenüber den Mitbewerbern nur mäßig gut oder sogar schlecht aufgestellt sei.

Hierzu zählten demnach insbesondere kleine Versicherer (verdiente Bruttobeiträge unter einer Milliarde Euro p.a.), die Digitalisierungstrends im Schadenmanagement eine deutlich geringere Relevanz zusprächen als größere Häuser.

Im Ergebnis besteht laut Innovalue die Gefahr, dass kleinere Gesellschaften beim digitalen Schadenmanagement abgehängt werden könnten.

Auf ausgewählte Themen fokussieren

Dr. Stephan Maier, Managing Partner bei Innovalue, resümiert: “Für kleinere Versicherer ist es schwerer, das nötige Know-How und Investitionsvolumen aufzubringen. Weil sie im Verhältnis weniger Schadenmeldungen bearbeiten, dauert es länger, bis sich diese Investitionen amortisieren.”

Allerdings könnten auch sie durch eine klare Fokussierung auf ausgewählte Themen für Kunden und Unternehmen Mehrwerte schaffen.

Für die Studie “Trends im Schadenmanagement 2015” wurden mehr als 50 Verantwortliche aus 37 Versicherungsunternehmen in Deutschland und der Schweiz befragt. Dabei konzentrierte sich die Untersuchung laut der Studienmacher auf die Entwicklungen in der Sachversicherung, insbesondere in der Sparte Kfz-Versicherung. (nl)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

GDV: Senioren ab 75 sollen zum Fahrtest

Die Versicherer fordern, dass Autofahrer ab dem 75. Lebensjahr eine verpflichtende Kontrollfahrt absolvieren, um ihre Fahrtüchtigkeit testen zu lassen. “Die Unfallforschung der Versicherer wird in diesem Jahr Standards für eine solche Testfahrt entwickeln”, erklärte Siegfried Brockmann, Chef der Unfallforschung des GDV, in der “Westfalenpost”.

mehr ...

Immobilien

Baubranche fordert Ende des Vorschriften-Dschungels

Angesichts des Wohnungsmangels in vielen deutschen Städten hat die Baubranche eine Vereinheitlichung des Vorschriften-Dschungels der 16 Bundesländer gefordert.

mehr ...

Investmentfonds

Trump könnte Märkte enttäuschen

Von Donald Trump erwarten die Investoren derzeit viel. Allerdings könnte schon bald die Enttäuschung folgen. Die Lage ist keinesfalls entspannt. Gastkommentar von Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin AG

mehr ...

Berater

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marke Brenneisen Capital wird veräußert

Manfred Brenneisen, Chef der Brenneisen Capital mit Sitz in Wiesloch, veräußert den Geschäftsbereich Spezialvertrieb für Sachwertanlagen samt Markennamen. Die persönliche Kontinuität für die Geschäftspartner soll gewahrt bleiben.

mehr ...

Recht

Privathaftpflicht: “Billigkeit” kein Anspruchsgrund für Schadensersatz

Die Privathaftpflichtversicherung dient, im Gegensatz zur Pflichtversicherung, dem Schutz des Versicherten. Ein Schadensersatzanspruch besteht somit nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern.

mehr ...