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24. August 2015, 16:13
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Erwerbsunfähigkeit: Rücklagen nach sieben Jahren aufgezehrt

Im Falle einer Erwerbsunfähigkeit (EU) können die Deutschen ihre Lebenshaltungskosten für durchschnittlich 6,8 Jahre aus privaten Rücklagen decken, ergab eine aktuelle Umfrage der Zurich Versicherung. Dies ist der höchste Wert in Europa; dort liegt der Durchschnitt bei 4,6 Jahren. Dennoch sind viele Bundesbürger nicht gut auf einen EU-Fall vorbereitet.

Erwerbsunfähigkeit: private Rücklagen nach sieben Jahren aufgezehrt

Die Deutschen können ihre Lebenshaltungskosten für durchschnittlich 6,8 Jahre aus privaten Rücklagen decken.

Zwei von drei Deutschen sind laut der Umfrage der Ansicht, dass sich das Risiko der Bevölkerung, erwerbsunfähig zu werden, auf weniger als 20 Prozent beläuft. Auf die Frage nach ihrem persönlichen Risiko schätzen 40 Prozent dieses auf weniger als zehn Prozent. Diese Angaben stehen laut Zurich im Widerspruch zu Statistiken, denen zufolge ein Viertel der deutschen Erwerbstätigen frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden.

Finanzieller Bedarf im EU-Fall höher als das erwartete Einkommen

Sollten sie erwerbunfähig werden, rechnen sieben von zehn Deutschen damit, dass sie mit weniger als 75 Prozent des bisherigen Einkommens auskommen müssen (siehe Grafik). Zugleich ist allerdings jeder zweite Befragte der Ansicht, dass er mindestens das derzeitige Einkommen benötigt, um den bisherigen oder zumindest einen angemessenen Lebensstandard halten zu können.

Erwerbsunfähigkeit: private Rücklagen nach sieben Jahren aufgezehrt

Sollten sie erwerbunfähig werden, rechnen sieben von zehn Deutschen damit, dass sie mit weniger als 75 Prozent des bisherigen Einkommens auskommen müssen (71 Prozent (5+28+38 Prozent)).

Männer im Alter von 47 bis 51 Jahren am stärksten gefährdet

Zumeist richtig liegen die Deutschen bei der Frage, welche Altersgruppe am stärksten durch Erwerbsunfähigkeit gefährdet ist. Die Annahmen, dass die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen, gefolgt von den 55- bis 64-Jährigen, am stärksten gefährdert sind, deckt sich laut Zurich mit Statistiken des Rückversicherers Munich Re: Demnach sind Männer im Alter von 47 bis 51 Jahren am stärksten gefährdet – in dieser Altersgruppe wird jeder Vierte erwerbsunfähig. Für Frauen sei das Risiko zwischen dem 45. und 47. Lebensjahr am höchsten – und zudem etwas höher als das der Männer.

Für die Umfrage der Zurich Versicherung wurden mehr als 6.000 Personen in den sechs europäischen Ländern Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien, Spanien und der Schweiz zum Thema Erwerbsunfähigkeit und Einkommensabsicherung befragt. (lk)

Foto: Shutterstock

 

 

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