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7. Juli 2015, 11:38
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“Riester-Rente privilegiert die Privilegierten”

Die Riester-Rente kommt vor allem den oberen Einkommensgruppen zugute – Geringverdiener sind hingegen unterrepräsentiert. Diese Studienergebnisse präsentierten am Dienstag Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Riester-mehrwert in Riester-Rente privilegiert die Privilegierten

Bei den Grünen wird über die Einführung einer öffentlich-rechtlich verwalteten Basisrente als Alternative zu den Riester-Produkten nachgedacht.

Die oberen 20 Prozent der Einkommensskala erhalten demnach etwa 38 Prozent der staatlichen Fördersumme. Auf die unteren 20 Prozent entfallen dagegen nur sieben Prozent des Geldes.

Riester-Sparer müssen jährlich vier Prozent ihres Einkommens einzahlen, wenn sie in den Genuss der staatlichen Zulage von 154 Euro kommen wollen. Schon seit Jahren wird aber beobachtet, dass Geringverdiener vergleichsweise selten einen solchen Rentenvertrag abschließen.

“Privilegiert die Privilegierten”

Die Linke sieht die Studie als weiteren Beweis dafür, dass das Drei-Säulen-Prinzip von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge gescheitert sei. Die Parteivorsitzende Katja Kipping beklagte: “Die Riester-Rente ist sozialpolitisch unsinnig und privilegiert die ohnehin Privilegierten.”

Die Grünen forderten einen Neustart bei der Riester-Rente: “Geringverdiener brauchen eine Option, die sich für sie auch lohnt”, sagte ihr Finanzexperte Gerhard Schick. “Die viel zu hohen Kosten der Riester-Produkte müssen runter.”

Der rentenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Markus Kurth, warb für die Einführung einer öffentlich-rechtlich verwalteten Basisrente als Alternative zu den Riester-Produkten: “Für Menschen mit geringem Einkommen birgt die geförderte private Altersvorsorge mehr Risiken als Chancen.”

Quelle: dpa-AFX / nl

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Meiner Meinung nach lohnt sich gerade die Riester-Rente für Geringverdiener. Es ist leichter 4% von 1000,– Euro Einkommen zu sparen als von 5000,– Euro. Außerdem steigt die Rendite gerade bei den Riester-Sparern, die kleinere Eigenbeiträge haben. Nehmen Sie das Beispiel von oben: 4% von 1000,– Euro sind 40,– Euro pro Monat. Im Jahr sind das 480,– und der Staat legt 154,– Euro oben drauf, das lohnt sich doch. Sollten dann noch Kinder da sein, die nach 2008 geboren sind, kommen nochmals 300,– Euro dazu. So wurde der Eigenbeitrag so gut wie verdoppelt! Einzig die Steuerersparnis ist nicht so hoch wie bei Riester-Sparern mit hohen Einkommen – dafür werden aber auch weniger Steuern bezahlt. “Riestern” macht Sinn, fast für jeden.

    Kommentar von Ralf Finke — 9. Juli 2015 @ 11:12

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