5. November 2015, 08:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Eiopa – übernehmen Sie!

Aus vertrieblicher Sicht wird bis Ende 2015 mit dem IDD (Insurance Distribution Direktive) nur die erste Hürde übersprungen. Weitreichendere Regulierungen haben das Potenzial, den Vertrieb deutlicher als bisher verändern zu können. Es bleibt spannend.

Gastbeitrag von Ekkart Kaske und Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler

IDD

Co-Autor Ekkart Kaske, Spezialist für Financial & Governmental Affairs.

Transparenz überall und total. Im November soll die formale Abstimmung der Rahmenrichtlinie IDD durch Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union stattfinden. Und es ist zu erwarten, dass diese formale Hürde problemlos genommen wird.

Weiterer Staffellauf beginnt

Und dann beginnt ein weiterer Staffellauf.  Wieso? Nach der Verabschiedung der Rahmenrichtlinie IDD wird sie an bestimmten Stellen detaillierter zu regeln sein. Dies erfolgt über ein weiteres regulatorisches Verfahren, der “Delegierten Rechtsakte”, welche von Eiopa, der EU-Versicherungsaufsichtsbehörde, (übernehmen Sie!) entworfen, von der EU-Kommission offiziell vorgeschlagen und in toto durch Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union beschlossen werden müssen. So wandert je nach Sichtweise der Staffelstab weiter.

Im bisherigen Verfahren wurden auch bedeutende Interessen der deutschen Versicherungswirtschaft berücksichtigt. Beispielsweise ist das diskutierte “full disclosure” (Offenlegung der Courtagebeträge in Euro und Cent) oder ein ebenfalls diskutiertes Provisionsverbot (unterschiedliche Regelungen in den EU Ländern) in die Rahmenrichtlinie nicht aufgenommen worden.

Beschränkungen durch die Hintertür

Über die nunmehr anstehenden Detailregulierungen können weitere Konkretisierungen vorgenommen werden, die weitergehende Weichenstellungen bewirken. Vorsicht, damit öffnet sich erneut die Diskussion um wichtige, zu regulierende Tatbestände. Schlimmstenfalls kommen bisher ausgeklammerte Beschränkungen für die Versicherungsbranche durch die Hintertür wieder herein.

Seite zwei: Es bleibt spannend

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Techniker: Mit Migräne-App gegen Kopfschmerzen

Migräne-Apps können die ärztliche Therapie bei Schmerzpatienten wirksam unterstützen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Berlin mitteilte, können solche Apps grundsätzlich zu einem besseren Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen verhelfen.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Wohnen AG: Dynamisches Wachstum

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen AG konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr deutlich steigern. Das Unternehmen platzierte eine Kapitalerhöhung und plant weitere Zukäufe.

mehr ...

Investmentfonds

Höhere Kursschwankungen eröffnen Chancen

Auf der ganzen Welt bestimmen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Nachrichtensendungen. Dennoch geht die Volatilität gemessen an den entsprechenden Kennzahlen zurück. Gastkommentar von George Efstathopoulos, Fidelity International

mehr ...

Berater

Arbeiten mit Leads: So gelingt die Kundengewinnung

Die Neukunden von morgen sind im Internet unterwegs. Um sie dort zu erreichen, fehlen den meisten Beratern Zeit und Know-how. Hier kann der Zukauf von Leads eine Lösung sein. Damit aus Leads tatsächlich Neukunden werden, gilt es jedoch, einiges zu beachten. Gastbeitrag von Sabine Koch, finanzen.de

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium plant weitere Wechselkoffer-Direktinvestments

Der Hamburger Anbieter Solvium Capital kündigt an, die Angebote „Wechselkoffer Euro Select 1 & 2“ zum 20. März 2017 zu schließen und konzipiert zurzeit Nachfolgeprodukte nach gleichem Modell, die voraussichtlich im Mai in den Vertrieb gehen sollen.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Haftpflichtversicherer versus Rententräger

Kommt es bei einem Haftpflichtschadensfall zu Renteneinbußen und ist der Versicherte durch Zahlungen des Versicherers an den Rententräger wirtschaftlich so gestellt, als sei der Unfall nicht geschehen, kann ein ersatzpflichtiger Rentenkürzungsschaden bejaht werden, so der BGH.

mehr ...