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10. September 2015, 08:01
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IDD: Neue Spielregeln für den Versicherungsvertrieb

Am 30. Juni einigten sich die EU-Gremien auf einen gemeinsamen Richtlinienentwurf zur Zukunft des Versicherungsvertriebs. Mit der Insurance Distribution Directive (IDD) will die Europäische Union Verbrauchern mehr Schutz bieten und den Wettbewerb fairer gestalten. Versicherern und ihren Vermittlern stehen einige Änderungen ins Haus.

Gastbeitrag von Dr. Christoph Nützenadel, Synpulse Management Consulting

IDD

Dr. Christoph Nützenadel: “Versicherungsvermittlern und Versicherungsunternehmen, die die Reformen schnell umsetzen, dürfte sich ein Wettbewerbsvorsprung auf dem Markt bieten.”

Die IDD soll Ende 2015 von EU-Parlament und -Rat abgesegnet sein. Anschließend haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, die Regelung in nationales Recht umzuformen.

Alle Versicherungssparten und Vertriebswege abgedeckt

Zusammen mit der Finanzmarktrichtlinie MiFID II und der Verordnung über Basisinformationsblätter bestimmt sie die Zukunft des europäischen Versicherungsvertriebs.

Der neue Titel verdeutlicht, dass die IDD im Gegensatz zur bisher geltenden Insurance Mediation Directive (IMD) nicht nur Regelungen für Vermittler von Versicherungsprodukten enthält, sondern alle Versicherungssparten und Vertriebswege abdeckt.

Betroffen sind sowohl selbstständige als auch angestellte Vermittler sowie Vertriebler im Nebenberuf und nunmehr auch der Direktvertrieb und Vertrieb über Websites und Vergleichsportale. 98 Prozent des Versicherungsmarktes sind nun abgedeckt. Im Vergleich bezieht sich die bisher geltende IMD nur auf 48 Prozent des Marktes.

Bessere Vergleichbarkeit einzelner Produkte

Hauptintentionen der EU-Richtline sind eine bessere Vergleichbarkeit einzelner Produkte in den EU-Mitgliedstaaten, eine Erhöhung des Verbraucherschutzniveaus und Stärkung des Kundenvertrauens in den Vertrieb.

Mindeststandards von Vorschriften für den Vertrieb sollen geschaffen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Vertriebswege hergestellt werden. Doch was bedeutet das nun konkret für den einzelnen Anbieter? Und wie sind die Reformen umzusetzen?

Seite zwei: Wettbewerbsvorsprung dem Markt

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1 Kommentar

  1. Wie bereits im März seitens der Bundesregierung avisiert, gelten für alle Finanzmarktprodukte einheitliche Beratungsregeln (Product Governance). Bis zum Jahrensende 2015 wird es dazu den Referentenentwurf geben.

    Speziell bei der Altersvorsorgeberatung muss es dann immer eine „ganzheitliche Beratung“ geben, bei der das AV-Produkt im Rahmen aller AV-Maßnehmen passen muss. Sogar bei Verträglichkeitsprüfung von z.B. 50-100 % Wertschwankungen. Wird das nicht analysiert und dokumentiert, gibt es keine Beweislastumkehr und der Kunde kann, bei nachträglicher Unpassenpassenheit, vor jedem Amtsgericht des Produkt dem Vermittler zurückgeben!!!

    Fazit: Das bedeutet immer 3-4 Beratungstermine vor dem Abschluss. Man muss lernen, diese „Lebensfinanzberatung“ wie ein Freiberufler zu verkaufen, denn sonst wird es viele Umsonstberatungen geben.

    Anm. Wird dieser Beratungsprozess nach DIN ISO 22222 aufgezeigt, verstehen die Menschen diesen Mehrwert und zahlen gerne eine Gebühr, wenn es nicht zu Vergütungen bei Umsetzungshilfen kommt. Versicherungsmakler Joachim König berichtete darüber bereits im Interview mit C.P. Meyer und erzielt nach einem Jahr > 20% Einnahmensteigerung. Insbesondere, da keine Beratung mehr umsonst ist und das Wichtigste: Jetzt macht der Beruf wieder Spaß. Näheres s. Presseartikel und eBooks bei mwsbraun.de.

    Kommentar von Frank L. Braun — 10. September 2015 @ 09:19

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