Anzeige
Anzeige
2. Juni 2015, 10:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Invaliditätsversicherungen: Mut zur Bedarfslücke

Die Produktsegmentierung in der Arbeitskraftabsicherung intensiviert sich. Einigen Branchenexperten zufolge bräuchten Selbstständige gar keine Berufsunfähigkeitsabsicherung (BU) – eine Erwerbsunfähigkeitspolice (EU) sei völlig ausreichend. Zudem seien Alternativen zur BU, wie etwa die Funktionelle Invaliditätsversicherung (FIV), in manchen Segmenten “sogar überlegen”.

Invaliditätsversicherungen

So zeichne sich die Zielgruppe der Selbstständigen, wie etwa Ärzte, Rechtsanwälte und Architekten, gerade dadurch aus, dass sie bei einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit weiter arbeiten würde – also eigentlich nur eine Erwerbsunfähigkeitspolice (EU) gebraucht würde.

Nach den jüngsten Branchendaten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist der Bestand an Hauptversicherungen zur Absicherung einer Invalidität in 2014 um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 3,851 Millionen Verträge gestiegen und auch das Neugeschäft legte um 6,3 Prozent auf 449.159 Policen zu, doch im Bereich der Zusatzversicherungen ist die Entwicklung zum Teil deutlich rückläufig: Der Bestand an Invaliditätszusatzpolicen sank auf 13,172 Millionen Verträge (minus 1,9 Prozent), der Neuzugang fiel mit 452.888 neu abgeschlossenen Verträgen gar um 10,7 Prozent geringer aus.

Lage im BU-Markt herausfordernd

Dr. Markus Leibundgut, CEO von Swiss Life Deutschland, bewertet die Lage im BU-Markt als herausfordernd, aber sein Grundton ist optimistisch: “Nach den GDV-Zahlen ist der Markt für selbstständige Invaliditätsversicherungen in 2014 leicht gewachsen, um 8,6 Prozent nach laufendem Beitrag. Bei Zusatzversicherungen haben wir einen Rückgang um 7,1 Prozent gesehen. Es gibt daher keinen Anlass für Alarmismus.”

Unbestritten sei aber, räumt der promovierte Physiker ein, “dass der Markt für BU-Versicherungen hart umkämpft ist und die Wachstumsdynamik in den letzten Jahren nachgelassen hat”.

Für den Vertrieb bedeute das, fährt der Schweizer fort, dass sich sein Haus verstärkt um diejenigen Menschen kümmern wolle, “die mit einer klassischen BU-Versicherung nicht erreicht werden, sei es wegen des Preises oder der Gesundheitsverhältnisse”.

Verbesserte Unterstützung des BU-Risikoprüfungsprozesses

Um dies zu erreichen, setzt Leibundgut unter anderem auf eine verbesserte Unterstützung des BU-Risikoprüfungsprozesses. So könne der Vermittler über das Software-Tool vers.diagose bereits im laufenden Kundengespräch eine verbindliche Risikoeinschätzung bekommen, erläutert Leibundgut.

Seite zwei: Fundamentalkritik an der BU

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

“Das wird zu niedrigeren Versicherungsprämien führen”

Martin Wehner, Leiter Private Kfz-Versicherung bei der Allianz Versicherungs-AG, sagt wie sich das autonome Fahren auf Versicherungsprämien, Haftung und Wettbewerb auswirken könnte.

mehr ...

Immobilien

BVID-Vorstand kritisiert WIKR

Neue Kritik an der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR): Dr. Joachim Klare, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Immobilienfinanzierer (BVID), bemängelt, dass die Richtlinie den Baufinanzierungsmarkt ohne Not einschränke.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank betont Stärke

Die gewaltigen Probleme der Deutschen Bank alarmieren Börse und Politik. Feilen Bundesregierung und Finanzaufseher bereits an einem Rettungsplan für den Fall einer bedrohlichen Schieflage des größten deutschen Geldhauses? “Diese Meldung ist falsch. Die Bundesregierung bereitet keine Rettungspläne vor”, stellte das Finanzministerium am Mittwoch klar.

mehr ...

Berater

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG hat das zweite Fondsobjekt für den geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) „publity Performance Fonds Nr. 8“, der sich aktuell in der Platzierung befindet, erworben.

mehr ...

Recht

BaFin untersagt erneut unerlaubte Geschäfte

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Ahmed Salameh, Augsburg, mit Bescheid vom 12. September 2016 aufgegeben, das Einlagengeschäft sowie die Anlageverwaltung einzustellen und abzuwickeln.

mehr ...