Anzeige
30. März 2015, 15:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Assekuranz muss sich auf neues Kaufverhalten einstellen

Die deutsche Assekuranz muss sich auf eine neue Generation von Kunden einstellen: Die heute Unter-30-Jährigen sind “extrem preissensibel und risikobewusst in finanziellen Fragen, sie sind neue Formen des digitalen Umgangs gewohnt und lösen sich leichter von traditionellen Marken und Verkaufskanälen”, ergab eine Studie des Beratungshauses Towers Watson.

Kaufverhalten

Die fortschreitende Technik bewirkt, dass junge Konsumenten im Prozess der Kaufentscheidung ganz anders vorgehen als frühere Generationen.

Die Unter-30-Jährigen in Europa sind laut der Studie “Insurance Consumer Survey 2015”, die unter mehr als 7.000 Verbrauchern in sieben europäischen Ländern durchgeführt wurde, spürbar geprägt durch das letzte Jahrzehnt der Finanzkrisen. “Sie sind risikoavers und setzen stärker auf konservative Finanzplanung als ältere Generationen”, berichten die Studienmacher.

So zeigt die Studie, dass der Sparer-Anteil unter den 18- bis 24-Jährigen in Deutschland mit 30 Prozent am höchsten liegt. In den anderen Märkten sind es hingegen nur zwischen 14 und 22 Prozent.

“Hier bieten sich Chancen, insbesondere für deutsche Anbieter”, sagt Frank Schepers, Managing Director der Versicherungsberatung von Towers Watson. Zugleich setze dies die Versicherer unter Druck, so Schepers, die junge Zielgruppe anders anzusprechen, sich per Social Media zu positionieren und alle digitalen Kommunikationsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Rolle des Vermittlers gerät ins Wanken

Die fortschreitende Technik bewirke, dass junge Konsumenten im Prozess der Kaufentscheidung ganz anders vorgehen als frühere Generationen. Demnach nimmt in vielen Ländern der Einfluss der traditionellen Entscheidungsfaktoren ab, etwa die Beratung und Information durch Vermittler, die Empfehlung aus dem Umfeld oder die Affinität zu bekannten Marken.

“Kunden gewinnen immer mehr die Kontrolle”, stellt Schepers fest. Sie könnten Angebote vergleichen und holten sich aktiv Informationen über das Smartphone oder Social Media, “anstatt darauf zu warten, diese zugesendet zu bekommen”.

Gefahr droht von Vergleichsportalen – und Google

Die Berater folgern, dass die Veränderungen der Kunden-Anbieter-Beziehung neue Möglichkeiten und Chancen für die Versicherer böten. “Mit der richtigen Strategie für die digitale Verbreitung können Firmen die Anforderungen jener Kunden erfüllen, die auf möglichst einfache Weise Finanzprodukte vergleichen und kaufen möchten”, sagt Henning Maaß, Berater bei Towers Watson.

Andernfalls bestehe die Gefahr, so Maaß, dass neue Anbieter aus der digitalen Welt, wie Vergleichsportale oder der Internetriese Google, an den Profiten der Versicherer partizipieren werden.

Seite zwei: Gefährliche Wissenslücken bei Kunden aller Altersklassen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

Übergangsregelung für Lebensversicherer wird verlängert

Die wegen der Niedrigzinsen eingeführten steuerlichen Entlastungen für Lebensversicherer werden um ein Jahr verlängert. Ohne die Verlängerung hätten vermutlich große Teile der freien Rückstellung auf Beitragsrückerstattungen aufgelöst und versteuert werden müssen.

mehr ...

Immobilien

Vonovia-Chef hofft auf Fusion mit Deutsche Wohnen

Der Chef des Wohnungskonzerns Vonovia hofft weiterhin auf eine Fusion mit seinem Konkurrenten Deutsche Wohnen. Im Februar scheiterte sein Versuch einer feindlichen Übernahme.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger sorgen sich um “Renzirendum” und Österreich-Wahl

Die Anleger sollten sich zu Beginn der neuen Woche auf starke Schwankungen am deutschen Aktienmarkt einstellen.

mehr ...

Berater

Pflege: Studie offenbart großen Informationsbedarf

Ein Großteil der Deutschen ist der Ansicht, dass es notwendig ist, eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Das geht aus einer aktuellen Online-Befragung hervor. Die große Mehrheit fühlt sich derzeit zudem beim Thema private Pflegevorsorge nur mittelmäßig bis gar nicht informiert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric erwirbt erste Maschine für Flugzeugportfolio

Der Asset Manager Doric hat mit einem Airbus A330-200 das erste Flugzeug für das “Floreat Aviation Portfolio” erworben. Leasingnehmer des Flugzeuges ist die Fluggesellschaft Virgin Australia.

mehr ...

Recht

Todesfall in der Familie: Die zehn wichtigsten Schritte

Stirbt ein naher Verwandter oder gar der Ehepartner, ist es für die Betroffenen schwer, klare Gedanken zu fassen. Leider haben Gesetzgeber und Versicherungsgesellschaften bei Todesfällen oftmals sehr knapp bemessene Fristen gesetzt, die unbedingt beachtet werden sollten.

mehr ...