Anzeige
Anzeige
26. Mai 2015, 16:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kfz-Versicherungsprämien könnten sich bis 2020 halbieren

Die Markteinführung selbstfahrender Autos könnte laut Experten zur Folge haben, dass sich die Prämien für Kfz-Versicherungen bis 2020 halbieren. Der Grund erscheint naheliegend: Schlechte Autofahrer, die die Unfallzahlen und damit auch die Prämien nach oben treiben, spielen dann keine Rolle mehr. 

Kfz-Versicherungsprämie

Schätzungen des britischen Verbands freier Versicherungsmakler zufolge würden neun von zehn Autos innerhalb der nächsten fünf Jahre über eine “smarte” Technologie verfügen, was eine starke Verringung von Verkehrsunfällen mit sich bringen werde.

Wie das britische Newsportal “Telegraph Money” auf Basis aktueller Zahlen, die dem Portal vorliegen, berichtet, erwarten Branchenexperten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, dass es durch automatische Autos keine schlechten Autofahrer mehr geben wird. Diese seien bislang für circa 90 Prozent aller Verkehrsunfälle auf englischen Straßen verantwortlich gewesen, so die Prüfer.

90 Prozent aller Verkehrsunfälle eliminiert

Dadurch könne mit einem radikalen Rückgang der Kfz-Versicherungsprämien gerechnet werden. Allerdings erwarten die Experten, dass es schon deutlich früher zu drastischen Prämienrückgängen kommen wird. Denn schon jetzt sei bereits eines von drei Autos in Großbritannien mit automatisierten Elementen, wie automatischen Notbremssystemen, ausgestattet.

Schätzungen des britischen Verbands freier Versicherungsmakler (Biba – British Insurance Brokers’ Association) zufolge werden neun von zehn Autos innerhalb der nächsten fünf Jahre über eine “smarte” Technologie verfügen, was eine starke Verringung von Verkehrsunfällen mit sich bringen werde.

“Vermeidbare Unfälle”

Historisch seien die hohen Prämien insbesondere durch “vermeidbare Unfälle”, die auf Müdigkeit am Steuer oder Fahren unter Drogeneinfluss zurückzuführen seien, bedingt. Durch automatische Autos würden diese Unfälle tatsächlich komplett vermieden werden.

Als Hauptgrund für den Rückgang der Kfz-Versicherungsprämien nennt der “Telegraph” die Tatsache, dass die Verantwortung für Unfälle von dem Fahrer auf den Kfz-Fabrikanten verlagert werde.

Der Fahrer werde in Zukunft wohl nur noch das Diebstahl- und Beschädigungsrisiko tragen müssen. Dieser Anteil mache allerdings weniger als die Hälfte des Gesamtprämienbetrags aus.

Prämien für “klassische” Autos steigen

Auf der anderen Seite spräche einiges dafür, dass die Prämien für “klassische” nicht-automatische Autos steigen werden. Alte Fahrzeuge könnten nicht einfach “upgegraded” werden und stellen somit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Graeme Trudgill, Biba-Mitglied, prophezeit ebenfalls ein Ansteigen der Kfz-Versicherungsprämien für “klassische” Autos. Demzufolge würden Autofahrer der Zukunft durch die selbstfahrenden Fahrzeuge ihre Fahrfähigkeiten verlieren – und somit auf den Straßen der Zukunft ein höheres Verkehrsrisiko darstellen. (nl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Central bringt digitale Leistungsabrechnung

Die Central Krankenversicherung bietet ihren Kunden ab sofort die Möglichkeit, Abrechnungen und Bearbeitungen digital vorzunehmen.

mehr ...

Immobilien

BVID Vorstand kritisiert WIKR

Neue Kritik an der WIKR. Dr. Joachim Klare, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband der Immobilienfinanzierer, kritisiert, dass die Richtlinie den Baufinanzierungsmarkt ohne Not einschränke.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank trennt sich von britischem Versicherer

Die Deutsche Bank will den Versicherer Abbey Life (Abbey Life Assurance Company Limited, Abbey Life Trustee Services Limited und Abbey Life Trust Securities Limited) an die Phoenix Life Holdings Limited, eine Gesellschaft der Phoenix Group Holdings Limited, verkaufen.

mehr ...

Berater

Betriebliche Krankenversicherung: Gesunder Wettbewerbsvorteil

BKV-Konzepte liegen ganz im Interesse der Arbeitgeber: Ausfallzeiten und Krankenstände können im Idealfall reduziert werden, zusätzlich bieten attraktive Zusatzleistungen gute Argumente im Wettbewerb um die besten Köpfe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG hat das zweite Fondsobjekt für den geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) „publity Performance Fonds Nr. 8“, der sich aktuell in der Platzierung befindet, erworben.

mehr ...

Recht

BaFin untersagt erneut unerlaubte Geschäfte

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Ahmed Salameh, Augsburg, mit Bescheid vom 12. September 2016 aufgegeben, das Einlagengeschäft sowie die Anlageverwaltung einzustellen und abzuwickeln.

mehr ...