Anzeige
Anzeige
30. Januar 2015, 14:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Debatte um Überschüsse: GDV gibt Verbraucherschützern contra

Zwischen Verbraucherschützern und Lebensversicherern ist ein neuer Streit entbrannt: Diesmal geht es um eine vermeintliche Benachteiligung der Kunden bei der Verteilung der Überschüsse. Der Versicherungsverband GDV widerspricht den Vorwürfen.

Lebensversicherung: GDV gibt Verbraucherschützern contra

Verbraucherschützer versus Versicherungswirtschaft: “Es sind die Versicherungskunden und nicht die Unternehmen die derzeit leiden müssen”, sagt Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten. Den Vorwurf, dass die Branche “traumhafte Gewinne” zu Lasten der Kunden einfahre, weist die Versicherungswirtschaft entschieden zurück.

Stein des Anstoßes ist ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Ökotest” (02/2015). Darin wird den Versicherern vorgeworfen, einen erheblichen Teil der erwirtschafteten Überschüsse in Reservetöpfen, wie der Zinszusatzreserve, umzuleiten, und somit den Versicherten vorzuenthalten.

GDV: Zinszusatzreserve dient ausschließlich Kundenansprüchen

Die Branche bestreitet dies. So erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in einer Stellungnahme, dass die Behauptung falsch sei, wonach sich die Unternehmen mit Hilfe der Zinszusatzreserve “arm rechnen” würden, um den Kunden geringere Überschüsse ausschütten zu müssen.

Aus Sicht des GDV würden die Autoren den Fehler begehen, “die aufsichts- und handelsrechtlich vorgeschriebene Zinszusatzreserve dem Gewinn der Unternehmen” zuzurechnen. Die Zinszusatzreserve diene jedoch ausschließlich zur Absicherung garantierter Kundenansprüche, so der Verband, das heißt sie werde zu Gunsten der Kunden gebildet.

“Die Unternehmen haben auf diese Mittel keinen Zugriff”, betont der GDV. Bei korrekter Berücksichtigung der Zinszusatzreserve haben die Lebensversicherer demnach im Jahr 2013  “durchschnittlich 96 Prozent der erwirtschafteten Mittel an die Kunden ausgeschüttet – das entspricht dem langjährigen Mittelwert”.

Bund der Versicherten springt “Öko-Test” bei

Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten (BdV), vermag dies nicht zu überzeugen: “Flächendeckend werden die Versicherungskunden anscheinend ungenügend an den Überschüssen beteiligt”, kommentiert Kleinlein den “Öko-Test”-Beitrag, der aus seiner Sicht “die Vermutungen des BdV bestätigt”.

Kleinlein verweist darauf, dass nach den Untersuchungen der Verbraucherzeitschrift “knapp ein Drittel aller Gewinne, in Einzelfällen sogar weit mehr als die Hälfte aller Gewinne” den Versicherten entzogen würden.

Seite zwei: Streit um “traumhafte Gewinne”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...