Anzeige
Anzeige
10. April 2015, 09:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nahles-Rente: Mehr Schaden als Nutzen

Bundesministerin Andrea Nahles plant ein Parallelsystem zur bewährten betrieblichen Altersversorgung einzuführen, um die Betriebsrente stärker zu verbreiten. Dabei wäre es sinnvoller, das bestehende System zu verbessern.

Gastbeitrag von Fabian von Löbbecke, Talanx Pensionsmanagement

Nahles-Rente

Fabian von Löbbecke; HDI: “Nur bei einer individuellen bAV können zusätzliche Leistungen wie die Absicherung bei Berufsunfähigkeit oder Dotierungsbausteine für Führungskräfte eingeschlossen werden. Das bietet die Tarifrente nicht.”

Rund die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland besitzt eine betriebliche Altersversorgung (bAV).

In kleineren und mittelständischen Unternehmen ist die Zahl der bAV-Besitzer noch geringer.

Daher will die Große Koalition die bAV gerade in diesen Unternehmen stärken. Schließlich steigt die Lebenserwartung, während die gesetzliche Rente immer weiter sinkt.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, ließ erforschen, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer von der Betriebsrente abhält.

bAV: Kein Bedarf bei Mitarbeitern?

Die wichtigsten Ergebnisse: Die meisten Arbeitgeber bieten eine bAV nicht an, weil sie bei ihren Mitarbeitern keinen Bedarf sehen. Die meisten Arbeitnehmer wiederum sagen, sie hätten keine bAV, weil ihr Arbeitgeber ihnen keine anbietet – und das, obwohl Mitarbeiter seit 2002 einen Rechtsanspruch darauf haben.

An zweiter Stelle nennen Arbeitgeber zu hohe Kosten, zudem wird gesagt, dass es zu komplex beziehungsweise zu aufwändig sei, eine bAV einzuführen.

Ministerin Nahles plant nun eine Lösung, die das Ganze leider nicht einfacher, sondern noch komplexer macht. Ihre Idee: Neben die bestehende bAV soll eine zusätzliche, neue Tarifrente gesetzt werden, komplett haftungsfrei für Arbeitgeber.

Kern des Konzepts: Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften gründen per Tarifvertrag einen gemeinsamen Versorgungsträger, der für die  Beschäftigten die Garantie der eingezahlten Beiträge übernimmt, anstelle des sonst üblichen Arbeitgebers.

Seite zwei: Tarifrente soll Wunder wirken

Weiter lesen: 1 2 3 4

3 Kommentare

  1. Ich sage nur Nahles- mehr Schaden als Nutzen trifft es voll

    Kommentar von Jan Lanc — 13. April 2015 @ 12:28

  2. Korrigierte Version, damit ich keine Vorwürfe der Rechtschreibung wegen erhalte – Danke.
    Hallo liebes CASH Team,
    es reicht mit “politischen-Produkten ”Riester, Rürup, Bahr und wie sie alle heissen wollen. Nicht eines dieser Produkte leistet wirklich das, was es soll. Die Masse der Produkte ist aufgrund Restriktionen, Zwangsvorgaben und was noch alles in ihnen steckt bei einer nach Kosten negativen Renditeentwicklung. Entweder die Politik trägt ihren Teil dazu bei – und ich meine hier ganz klar im Bereich der “Zinsen” – diese Zinspolitik ist hausgemacht und gewollt und nun einmal das einzige probate Mittel zur Zwangsentschuldung (man könnte es auch Zwangsenteignung nennen – ist nur eine Frage der Sichtweise) oder lässt denen, die Ahnung haben entsprechende Wahlmöglichkeiten und freie Entscheidung. Ich bin seit Jahren sehr erfolgreich in der BAV tätig und der Spruch die Mittelständler wüssten nichts von der BAV ist schon klasse. Jeder Mittelständler hatte bereits mehrfach Besuch von Versicherungsvermittlern seit “Zwangseinführung 2002”. Ich bin sogar der Meinung, dass die Geschäftsführer mehr Wissen haben als eine Frau Nahles, die leider schon die Vorhut einer Frauenquote in der Politik ist, unter der nun die ganze Bevölkerung leiden muss. Ich bin sehr für Frauen in verantwortungsvollen Positionen, doch bitte auch welche, die eine entsprechende Kompetenz mitbringen. Diese kann ich der Koalitions-Frauen-Zwangs-Quote nur aberkennen.
    Sie unterschätzen die Bevölkerung – oder besser Sie überschätzen sich sehr stark. NEIN – wir brauchen keine Frauen-Quote Politikerin, die für uns denkt. Wir können das selbst ganz gut.
    Kümmern Sie sich endlich darum, das zu tun, was Sie behaupten – Frau Nahles – und überlassen Menschen mit entsprechendem Verstand die Entscheidung was zu tun ist. Bauen sie die bestehende BAV aus – hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Verbesserung und auch Vereinfachung, aber verschonen Sie uns mit dem nächsten Zwangsprodukt.
    Gerne bin ich für weitere Diskussionen bereit.
    mfg
    P. Hönle, MBA

    Kommentar von P. Hönle, MBA — 13. April 2015 @ 09:12

  3. Hallo liebes CASH Team,
    es reicht mit “politischen-Pridukten”Riester, Rürup, Baar und wie sie alle heiassen wollen. Nicht eine dieser Produkte leistet wirklich das, was es soll. Entweder die Politik trägt ihren Teil dazu bei – und ich meine hier ganz klar im Bereich der “Zinsen” – diese Zinspolitik ist hausgemacht und gewollt und nun einmal das einzige probate Mittel zur Zwangsentschuldung (man könnte es auch Zwangsenteignung nennen – ist nur eine Frage der Sichtweise). Ich bin seit Jahren sehr erfolgreich in der BAV tätig und der Spruch die Mitelständler wüssten nichts on der BAV ist schon klasse. Ich bin der Meinung die wissen mehr als eine Frau Nahles, die leider schon die Vorhut einer Frauenquote in der Olitik ist, unter der nun die ganze Bevölkerung leiden muss. Ich bin sehr für Frauen in verantwortungsvollen Positionen, doch bitte auch welche, die eine entsprechende Kompetenz mitbringen. Diese kann ich der Koalitions-Frauen-Zwangs-Quote nur aberkennen.
    Kümmern Sie sich endlich darum, das zu tun, was Sie behaupten – Frau Nahles – und überlassen Menschen mit entsprechendem VErstand die Entscheidung was zu tun ist.
    Gerne bin ich für weitere Diskussionen bereit.
    mfg
    P. Hönle, MBA

    Kommentar von P. Hönle, MBA — 13. April 2015 @ 08:59

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: JP Morgan prüft Dublin als neuen Standort

Der kommende EU-Austritt Großbritanniens zwingt in London angesiedelte Banken zur Suche nach neuen Domizilen. So erwägt auch die US-Investmentbank JP Morgan eine Verlagerung von Arbeitsplätzen und verhandelt derzeit laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Donnerstag über den Kauf eines Bürogebäudes in Dublin.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...