Anzeige
14. Juli 2015, 13:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Naturkatastrophen treffen Versicherer im ersten Halbjahr nicht schwer

Hitze, Erdbeben und Unwetter haben trotz tausender Toter im ersten Halbjahr vergleichsweise geringe Sachschäden angerichtet. Die Versicherungsbranche kam bei den Naturkatastrophen eher glimpflich davon, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik des weltgrößten Rückversicherers Munich Re hervorgeht.

Naturkatastrophen in Naturkatastrophen treffen Versicherer im ersten Halbjahr nicht schwer

Für die anlaufende Wirbelsturmsaison gab die Munich Re keine Entwarnung. Wenn ein einziger schwerer Sturm auf einen Ballungsraum treffe, seien hohe Schäden möglich.

Sowohl die volkswirtschaftlichen Schäden von 35 Milliarden US-Dollar als auch die versicherten Schäden von 12 Milliarden Dollar hätten unter dem Schnitt der vergangenen 30 Jahre gelegen. Die meisten der insgesamt 16 000 Opfer kamen bei Erdbeben in Nepal sowie bei der Hitzewelle in Indien und Pakistan zu Tode.

Zahl der Katastrophenopfer eher niedrig

Im Vergleich zu früheren Jahren liegt die Zahl der Katastrophenopfer allerdings eher niedrig. In den vergangenen 30 Jahren kamen im Mittel 27 000 Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben. Dem standen volkswirtschaftliche Schäden von im Schnitt 64 Milliarden Dollar und versicherte Schäden von 15 Milliarden Dollar gegenüber. Allgemeine Preissteigerungen hat die Munich Re bei den Vergleich herausgerechnet.

Die teuerste Naturkatastrophe für die Versicherer war den Münchnern zufolge im ersten Halbjahr eine Reihe von Winterstürmen in den USA und Kanada. Die Schäden kosteten die Branche 1,8 Milliarden Dollar. Mehrere Unwetter in den südlichen USA bis Mexiko richteten versicherte Schäden von 4,8 Milliarden Dollar an. In Europa schlug Wintersturm “Niklas” bei der Assekuranz mit rund einer Milliarde Dollar zu Buche.

Keine Entwarnung für Wirbelsturmsaison

Das erste Erdbeben in Nepal, bei dem 8850 Menschen getötet wurden, richtete einen Gesamtschaden von 4,5 Milliarden Dollar an. Davon waren laut Munich Re allerdings nur 140 Millionen Dollar versichert.

Für die anlaufende Wirbelsturmsaison gab die Munich Re keine Entwarnung. Zwar gibt es wegen des Klimaphänomens El-Niño vergleichsweise wenige Hurrikane im Nordatlantik. Wenn ein einziger schwerer Sturm auf einen Ballungsraum treffe, seien dennoch hohe Schäden möglich, sagte der Leiter der Georisiko-Forschung des Konzerns, Peter Höppe.

Auch Hurrikan “Andrew”, der in den USA 1992 als einer der stärksten tropischen Wirbelstürme überhaupt einen Gesamtschaden von 26,5 Milliarden Dollar angerichtet habe, sei in einer sehr ruhigen Sturmsaison entstanden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...