Anzeige
Anzeige
13. April 2015, 09:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Kunden da abholen, wo er abgeholt werden möchte”

Im zweiten Teil des Cash.-Interviews spricht Clemens Vatter, Leben Vorstand der Signal Iduna Gruppe, über das geplante Kostensenkungsprogramm seines Hauses und die Ziele und Maßnahmen der Digitalisierungsstrategie der Signal Iduna.

Online-Strategie

Clemens Vatter: “Wir haben ein Zukunftsprogramm aufgelegt, kein Sparprogramm.”

Cash.: Herr Vatter, zuletzt waren Sie im Vorstand der Provinzial NordWest tätig. Welche Erfahrungen, die Sie bei der zweitgrößten öffentlichen Versicherungsgruppe Deutschlands gesammelt haben, sind hilfreich für Ihre neue Aufgabe?

Das Lebensversicherungsgeschäft eines öffentlichen Versicherers unterscheidet sich nicht elementar von dem eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Die Signal Iduna Gruppe hat auch eine klare Zielgruppenorientierung, beispielsweise im Bereich Handwerk, Handel, Gewerbe und öffentlicher Dienst.

Es kommt dazu, dass wir als Versicherungs- und Finanzdienstleister alle Produkte zur Altersvorsorge aus einer Hand anbieten können. Das wirkt sich insbesondere an der Schnittstelle von Versicherungs- und Fondsprodukten, wie der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung positiv aus.

Ihr Haus plant ein Kostensenkungsprogramm, das bis 2018 jährliche Einsparungen von 140 Millionen Euro ermöglichen soll. Unter den 1.400 Stellen, die dabei wegfallen sollen, finden sich nach Medienberichten auch unproduktive Außendienstmitarbeiter. Von welcher Größenordnung ist hier auszugehen und worauf müssen sich die Vermittler einstellen?

Es ist richtig: Wir haben ein Zukunftsprogramm aufgelegt, aber kein Sparprogramm. Es geht in erster Linie darum, die Signal Iduna für die kommenden Jahrzehnte als führenden Serviceversicherer breiter aufzustellen. Daher sind Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro und Verschlankung unserer Inhouse-Prozesse Kernpunkte dieses Programms. Der Kostenaspekt ist dabei nur einer von vielen Punkten. Dass die genannten Stelleneinsparungen auch für unseren Außendienst gelten, stimmt so nicht.

Vielmehr wollen wir im Gegenteil unsere Präsenz in der Fläche erhöhen. Das gilt für alle Vertriebswege. Doch sind wir nach wie vor in den Verhandlungen mit den Gremien und haben uns hier verständigt, keine Wasserstandsmeldungen herauszugeben.

Zu Ihrer Frage: Dass wir uns im Rahmen des Zukunftsprogamms auch von Außendienstpartnern trennen, stimmt, das gab es aber auch bereits in der Vergangenheit. Wir überprüfen kontinuierlich die Geschäftsbeziehungen mit unseren Agenturen. Stellen wir dabei fest, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten nicht passt, behalten wir uns vor, diese zu beenden.

Seite zwei: “Keine Online-Abschlüsse bei beratungsintensiven Produkten”

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...