Anzeige
25. Juni 2015, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Riester-Rente: “Unsere Kostenentwicklung ist exzellent”

Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der Hanse Merkur Versicherungsgruppe, sagt im Interview mit Cash., warum sein Haus entgegen den Markttrend verstärkt auf die Riester-Rente setzt, wie die staatlich geförderten Altersvorsorge verbessert werden könnte und wie es sich mit den Kosten der Produkte verhält.

Riester-Rente: Unsere Kostenentwicklung ist exzellent

“Für einen Großteil der Förderberechtigten ist es zwingend erforderlich, eine staatlich geförderte Rente abzuschließen, um auch der Armutsproblematik im Alter zu entgehen.”

Cash.: Seit Jahresbeginn ist die Hanse Merkur Produktgeber für die Riester-Rente der Basler Leben. Zuvor wurde bereits der Riester-Bestand der Ergo Direkt übernommen. Was sind die Gründe für den wiedererwachten “Riester-Appetit” Ihres Hauses?

Sautter: Es ist kein “wiedererwachter” Appetit, sondern die konsequente Fortsetzung unserer Strategie des organischen und anorganischen Wachstums, etwa durch Bestandsübernahmen. Wir bekennen uns zur staatlich geförderten Altersvorsorge, die wir vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung auch für richtig halten. Ein Personenversicherer wie die Hanse Merkur sollte sich keineswegs aus dem Riester-, Rürup- oder bAV-Markt zurückziehen.

Die Riester-Rente sei im Grundsatz immer noch “kompliziert und unflexibel”, kritisiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Was müsste passieren, um das Image der Riester-Rente aufzubessern?

Eine Entbürokratisierung des Produkts ist in jedem Fall zu begrüßen. Anheben sollte man zudem die Zulagen und sie somit dem aktuellen Bruttolohnniveau anpassen.

Mit insgesamt gut 16 Millionen Verträgen nutze derzeit weniger als die Hälfte aller Förderberechtigten die Riester-Rente. Wieviel vertriebliches Potenzial bietet der Markt noch?

Bei angenommenen 35 Millionen Förderberechtigten ist da vertrieblich noch viel Luft nach oben. Dabei sollte man sich noch einmal vor Augen führen, dass die Riester-Rente dazu dient, den schleichenden Kaufkraftverlust der gesetzlichen Rente durch die Absenkung der Rentenhöhe von 53,6 Prozent auf 43 Prozent im Jahre 2030 auszugleichen.

Für einen Großteil der Förderberechtigten ist es also zwingend erforderlich, eine staatlich geförderte Rente abzuschließen, um auch der Armutsproblematik im Alter zu entgehen. Riester ist daher für mich kein rein marktwirtschaftliches Thema, denn auch private Versicherer haben einen sozialpolitischen Auftrag für ein Produkt zu werben, welches Kunden mit staatlicher Unterstützung ermöglicht, das Sicherungsziel “Erhalt des Lebensstandards im Alter” zu erreichen.

Immer wieder steht die Kostenbelastung von Riester-Produkten in der Kritik. Nach jüngsten Erkenntnissen des Instituts für Transparenz (ITA) gingen die Effektivkosten zwar um 4,9 Prozent zurück, allerdings variiert die Spanne von plus 9,0 Prozent und minus 29,3 Prozent. Wie verhält es sich mit der Kostenentwicklung in Ihren Riester-Produkten?

Die Kostenentwicklung bei unseren Riester-Produkten ist exzellent. Unser Direktversicherer HanseMerkur24 vertreibt mit dem RiesterMeister die Förderrente mit einer der höchsten Garantieleistungen in der Branche bei attraktiver Gesamtverzinsung. Die Verwaltungskostenquote von 1,3 Prozent ist eine der niedrigsten im Markt.

Aber auch unser Beratungsprodukt Riester Care erhält von unabhängigen Analyseinstituten immer wieder Spitzenbewertungen, die man nur mit niedrigen Kostensätzen erreichen kann.

Interview: Lorenz Klein

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

DVAG: “Niemand wird zum Abschluss einer Lebensversicherung gezwungen”

“Lebensversicherung ist so ungerecht wie nie”, schreibt die Zeitung “Die Welt” in ihrer heutigen Ausgabe. Auf dem Unternehmensblog des Allfinanzvertriebs Deutsche Vermögensberatung (DVAG) nimmt Vorstandsmitglied Dr. Helge Lach zum Artikel Stellung.

mehr ...

Immobilien

Jones Lang LaSalle übernimmt Zabel Property

Jones Lang LaSalle (JLL) übernimmt die Zabel Property AG mit Unternehmenssitz in Berlin. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

mehr ...

Investmentfonds

Wissenvorsprung durch detaillierte Analyse

In der deutschen Fondslandschaft ist mit dem Unternehmen Discover Capital ein neuer erfolgreicher Player aus Augsburg auf dem Markt aktiv.

mehr ...

Berater

VSAV mit mehr als 1.000 Mitgliedern

Wie die Vereinigung zum Schutz von Anlage- und Versicherungsvermittlern e.V. (VSAV) mitteilt, hat sie mit augenblicklich 1.002 aktiven Mitgliedern, den Sprung über die 1.000er Marke geschafft. Insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Vermittlerzahlen sei die wachsende Mitgliederzahl positiv zu werten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Paribus startet ersten Immobilien-Publikums-AIF

Die Paribus-Gruppe aus Hamburg hat ein Bürogebäude in Berlin-Charlottenburg für ihren ersten geschlossenen Immobilien-Publikumsfonds nach KAGB erworben. Der Vertrieb des alternativen Investmentfonds (AIF) wurde bereits gestartet.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Ab welchem Zeitpunkt gilt ein Beamter als berufsunfähig?

Wird ein Beamter wegen Dienstunfähigkeit “mit Ablauf” eines Monats in den Ruhestand versetzt, dann tritt der Versicherungsfall am letzten Tag dieses Monats ein. Damit ist der Versicherer leistungspflichtig, auch wenn die Versicherungsdauer am selben Tag endet.

mehr ...