Anzeige
Anzeige
16. Juni 2015, 08:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Marktausblick Schaden/Unfall: Solide Kfz-Sparte, nervöse Rechtsschutzversicherung

Licht und Schatten in der Schaden- und Unfallversicherung: Während sich die Sparten Kfz und Wohngebäude zuletzt gut entwickelten, gerät die Rechtsschutzversicherung zunehmend unter Ergebnisdruck.

Schaden/Unfall: Solide Kfz-Sparte, nervöse Rechtsschutzversicherung

Die Analysten der Assekurata haben in die Glaskugel geschaut und kommen zu dem Schluss, dass in einzelnen Versicherungsgruppen “Überlegungen an Relevanz gewinnen, die Personenversicherer unter Hinzunahme von Mitteln aus den Schaden-/ Unfallversicherungsgesellschaften zu stützen”.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktanalyse der Ratingagentur Assekurata. Für 2015 könne die Branche insgesamt mit positiven Gewinnaussichten rechnen, so die Studienautoren.

Wie Assekurata am Montag in Köln mitteilte, dürfte die Schaden- und Unfallversicherung 2015 erneut “einen nennenswerten versicherungstechnischen Gewinn ausweisen” – vorausgesetzt, so die Einschränkung der Analysten, dass flächendeckende Elementarschäden ausblieben.

Sowohl in der Kraftfahrtversicherung als auch insbesondere in der Wohngebäudeversicherung sei in diesem Jahr noch keine signifikante Abkehr von der “zuletzt sehr risikoorientierten Tarifierungs- und Sanierungspolitik” zu erwarten, heißt es.

Dagegen dürfte die Rechtsschutzversicherung bei einzelnen Versicherern “ertragsseitig erneut belastend” wirken, erklären die Marktbeobachter. Dies sollte allerdings aufgrund der Bestandsgrößen in der Rechtsschutzversicherung “keine durchschlagende Wirkung auf den Gesamtertrag entfalten”, relativieren die Experten der Assekurata.

“Deutliche Beitragsanpassungen im Rechtsschutz zu erwarten”

Gleichwohl sollten sich die Rechtsschutzversicherer nicht in Sicherheit wiegen, denn die Branche gerate “zunehmend unter Ergebnisdruck”, prognostizieren die Autoren. Demnach ist die sogenannte Combined Ratio, die das Verhältnis von Erträgen und Schadenaufwendungen erfasst, zuletzt deutlich in den negativen Bereich geraten, das heißt auf über 100 Prozent gestiegen (siehe Grafik).

Schaden/Unfall: Solide Kfz-Sparte, nervöse Rechtsschutzversicherung

Die Combined Ratio hat sich zuletzt insbesondere in der Rechtsschutzsparte zu Ungunsten der Branche entwickelt. Quelle: Assekurata

“Die wesentliche Ursache hierfür ist das 2013 verabschiedete Kostenrechtsmodernisierungsgesetz”, sagt Studienautor Rico Matthäus, Fachkoordinator Schaden-/Unfallversicherung der Assekurata. “Die Versicherer können die mit der Neuregelung der Rechtsanwaltsgebühren deutlich steigenden Schadenaufwendungen nicht unmittelbar, sondern erst nach Feststellung durch den Treuhänder an den Kunden weitergeben.”

Vor diesem Hintergrund sind Matthäus zufolge sowohl für das Geschäftsjahr 2015 als auch die Folgejahre “deutliche Beitragsanpassungen” für Rechtsschutzversicherte zu erwarten. Trotzdem dürfte laut Assekurata auch 2015 der Schadenaufwand weiter ansteigen oder zumindest auf dem derzeit hohen Niveau bleiben. “Aus diesem Grund rechnen wir mittelfristig nicht damit, dass die Rechtsschutzversicherung aus der Verlustzone kommt”, betont Matthäus.

Seite zwei: “Sanierung von Kraftfahrt und Wohngebäude schreitet voran”

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...