Anzeige
13. Oktober 2015, 13:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Obergrenze für Versicherungspflicht soll steigen

Auf gut verdienende Arbeitnehmer kommen zum Jahreswechsel höhere Sozialabgaben zu. Wegen gestiegener Löhne und Gehälter erhöhen sich die Bemessungsgrenzen, bis zu denen Sozialbeiträge fällig werden.

Steigen-trend in Obergrenze für Versicherungspflicht soll steigen

Betroffen sind von der geplanten Anhebung nur Arbeitnehmer, deren Gehalt über den bisherigen Grenzbeträgen liegt.

Ein entsprechender vom Bundessozialministerium veröffentlichter Referentenentwurf soll an diesem Mittwoch das Bundeskabinett passieren, sagte ein Ministeriumssprecher und bestätigte damit einen Bericht der “Passauer Neuen Presse” (Dienstag).

Sozialkassen an steigenden Einkommen beteiligen

Demnach steigt die Grenze bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von derzeit 4125 Euro auf dann 4237,50 Euro im Monat. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung soll sie im Westen von 6050 auf 6200 Euro angehoben werden, im Osten von 5200 auf 5400 Euro.

Betroffen sind von der geplanten Anhebung nur Arbeitnehmer, deren Gehalt über den bisherigen Grenzbeträgen liegt. Steigt etwa die Bemessungsgrenze für die Rentenbeiträge im Westen um die vorgesehenen 150 Euro im Monat, werden einem Versicherten mit 6200 Euro brutto und seinem Arbeitgeber für die Rente jeweils etwa 14 Euro im Monat mehr abgezogen. Der Rentenbeitragssatz liegt bei 18,7 Prozent.

Die Bemessungsgrenzen werden angehoben, damit die Sozialkassen an steigenden Einkommen beteiligt werden. Bei fixen Bemessungsgrenzen würden die Sozialbeiträge bei steigenden Einkommen von Gutverdienern sonst stagnieren – anteilig lägen die Lasten also verstärkt bei den Normalverdienern.

Obergrenze für Versicherungspflicht steigt

Für das Gehalt über diese Bemessungsgrenze hinaus werden keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Die Grenzen werden Jahr für Jahr automatisch auf der Grundlage gesetzlicher Bestimmungen festgelegt: Die Anhebungen folgen der durchschnittlichen Entwicklung der Einkommen. Die Regierung hat keinen Ermessens- oder Entscheidungsspielraum.

Auch die Obergrenze für die Versicherungspflicht soll steigen, von 54 900 auf 56 250 Euro Jahreseinkommen. Nach dem Beschluss des Kabinetts muss der Bundesrat der Verordnung noch zustimmen.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Zahl der Unternehmenspleiten fällt deutlich

Die Pleitewelle des vergangenen Jahrzehnts ist abgeebbt. Dank der stabilen Binnenkonjunktur und günstiger Finanzierungen müssen deutlich weniger Unternehmen in die Insolvenz. Bei den Verbrauchern gibt es dagegen einen hartnäckigen Pleitensockel.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...