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24. März 2015, 17:21
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Stationäre Pflege: Deutsche mit Kosteneinschätzung überfordert

Die Deutschen haben große Probleme damit, die Kosten im Falle einer Pflegebedürftigkeit richtig einschätzen zu können, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf die Frage, wie hoch sie den privaten Eigenanteil an den durchschnittlichen Gesamtkosten für die stationäre Pflege einschätzen, gaben die Bundesbürger sehr unterschiedliche Antworten.

Stationäre Pflege: Deutsche mit Kosteneinschätzung überfordert

Die Mehrheit von 59 Prozent aller Befragten ist sich sicher, private Pflegekosten in Höhe von rund 30.000 Euro aufbringen zu können, wenn sie selbst einmal stationär gepflegt werden müssten. 36 Prozent zweifeln daran.

Wie die heute veröffentlichte repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Gothaer Versicherung und des F.A.Z.-Fachverlags zeigt, nennt fast ein Viertel der Deutschen Beträge von weniger als 10.000 Euro (siehe Grafik) – und liegt mit dieser Einschätzung gewaltig daneben.

Frauen müssen für die stationäre Pflege deutlich tiefer in die Tasche greifen als Männer

Tatsächlich müssten Betroffene in ihrem Leben durchschnittlich rund 31.000 Euro  für eine stationäre Pflege aus eigener Tasche bezahlen, erklären die Studienmacher mit Verweis auf Zahlen des Barmer-GEK-Pflegereports 2012. Demnach hängen die Pflegekosten sehr stark von der Geschlechtszugehörigkeit ab: Aufgrund der höheren Lebenserwartung müssten Frauen mit durchschnittlichen Kosten in Höhe von 33.706 Euro rechnen, Männer zahlten hingegen mit 14.458 Euro weniger als die Hälfte.

Stationäre Pflege: Deutsche mit Kosteneinschätzung überfordert

Mehr als ein Viertel der Befragten war mit der Frage überfordert und verzichtete auf eine Schätzung (27 Prozent).

Mehr als ein Viertel der Befragten ist mit der Kostenfrage überfordert

Nur elf Prozent der Befragten liegen mit ihrer Einschätzung einigermaßen richtig und nennen Werte zwischen 10.000 bis unter 30.000 Euro. Fast 40 Prozent der Befragten rechnen mit höheren Ausgaben – 18 Prozent von ihnen gehen von Beträgen zwischen 30.000 und unter 100.000 Euro aus, 20 Prozent erwarten gar Kosten von mindestens 100.000 Euro. Mehr als ein Viertel der Befragten war mit der Frage überfordert und verzichtete auf eine Schätzung (27 Prozent).

Zwei Drittel der Befragten glauben, die Pflegekosten selbst stemmen zu können

Weiter ergab die Umfrage, dass die Mehrheit von 59 Prozent aller Befragten sich sicher ist, private Pflegekosten in Höhe von rund 30.000 Euro aufbringen zu können, wenn sie selbst einmal stationär gepflegt werden müssten (siehe Grafik). Umgekehrt zweifeln 36 Prozent daran, diesen Kostenblock stemmen zu können.

Bei den Rentnern zeigt sich ein ähnliches Bild: Rund zwei Drittel meinen, die Kosten stemmen können, während sich ein Drittel überfordert sieht. “Dieses Drittel ist eher weiblich und nicht berufstätig”, betonen die Studienmacher.

Für die repräsentative Studie wurden 1.005 Bürgern ab 45 Jahren mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.500 Euro oder mehr befragt. (lk)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Ja, und wovon zeugt diese Studie? Eindeutig dass noch einiges an Aufklärungsarbeit hinsichtlich der Pflege in Deutschland getan werden muss. Viele wissen sicherlich nicht mal, dass Familienangehörige zur Kasse gebeten werden, wenn der Pflegebedürftige die Kosten nicht alleine tragen kann.

    Kommentar von Pflege Experte — 26. März 2015 @ 12:45

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