Anzeige
13. November 2015, 08:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Schere zwischen Rente und Gehalt geht weiter auseinander

Rentner müssen sich trotz steigender Altersbezüge auf eine immer stärkere Abkoppelung von der Lohnentwicklung einstellen.

Studie: Rente steigt weiter – Kaufkraft auf dem Land besonders groß

Vor allem in Süddeutschland werden bis 2040 besonders hohe Renten gezahlt.

Das geht aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Erhebung des Instituts Prognos im Auftrag der Versicherungswirtschaft hervor. Das Bruttorentenniveau, also eine Standardrente gemessen am Durchschnittseinkommen, sinke bis 2040 um rund sieben Prozentpunkte auf 39 Prozent.

Vor allem in Süddeutschland werden bis dahin besonders hohe Renten gezahlt. Die heute im Durchschnitt höheren Rentenansprüche in Ostdeutschland fallen bis dahin gegenüber den Beträgen im Westen zurück.

Kaufkraft im Osten besonders hoch

In den neuen Ländern werden demnach heute im Schnitt 1020 Euro gezahlt, im Westen 833 Euro. Hauptursache ist, dass zu DDR-Zeiten mehr Frauen berufstätig waren und Anwartschaften erwarben. Auch die Kaufkraft – also das, was man sich mit der Rente leisten kann – ist der Studie zufolge im Osten besonders hoch.

In 25 Jahren verändert sich demnach die Verteilung der Kaufkraft der Renten in Deutschland. Ruheständler können sich mit ihrer Rente dann auf dem Land – vor allem an der tschechischen Grenze in Bayern – besonders viel leisten. Rentner in teuren Metropolen wie München oder Hamburg hätten zunehmend das Nachsehen. Ein Installateur aus Hof verfüge dann über eine um 50 Prozent höhere Rentenkaufkraft als sein Kollege aus München, hieß es.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund merkte an: “Die Aussagekraft von Studien, die die Rentenhöhen auf den Euro genau bis zum Jahr 2040 fortschreiben, ist eher begrenzt.” Nicht berücksichtigt werden könnten naturgemäß mögliche Reformen. Unabhängig davon sei es nötig, zusätzlich zur gesetzlichen Rente vorzusorgen, da das Rentenniveau sinke.

Der Grünen-Rentenexperte Markus Kurth mahnte eine Stabilisierung des Rentenniveaus an. “Erst dieser Schritt bildet die Voraussetzung für den flächendeckenden Aufbau betrieblicher und privater Vorsorge.” Nur wer eine Rente oberhalb der Sozialhilfe erwarte, werde sich gewissenhaft um ergänzende Vorsorge kümmern.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Umfrage: Deutsche unterschätzen Lebenserwartung der Mitmenschen

Deutsche unterschätzen die Lebenserwartung ihrer Mitmenschen. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Gute Bedingungen für Anschlussfinanzierung

Die Inflationsrate in Deutschland steigt wieder. Noch ist die Baufzinanzierung günstig, da Mario Draghi den Leitzins unverändert belassen hat. Dr. Klein berichtet in seinem Zinskommentar über die Entwicklungen am Baufinanzierungsmarkt.

mehr ...

Investmentfonds

Hedgefonds-Sektor wird zuversichtlicher

Für die Hedgefonds-Branche war das Jahr 2016 aufgrund vieler politischer Großereignisse herausfordernd. Dennoch waren die Resulte überraschend positiv.

mehr ...

Berater

“Makler werden von hybridem Kundenverhalten profitieren”

Der Pegnitzer Maklerverbund VFM begleitet Ausschließlichkeitsvermittler in die Selbstständigkeit als Makler. Geschäftsführer Stefan Liebig berichtet, warum Makler unternehmerischer denken müssen als Ausschließlichkeitsvermittler und wieso sich der “Schritt in die Freiheit” lohnt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Recht

Brexit hat Folgen für britische Fondsbranche

Auf die britischen Investmenthäuser kommen möglicherweise unruhige Zeiten zu. Der Brexit könnte dazu führen, dass Großbritannien künftig den Status eines so genannten “Drittstaates” hat. Für die britische Fondsbranche hätte dieses Szenario Folgen.

mehr ...