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16. Oktober 2015, 08:15
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VDVM bringt sich gegen “Big Data” in Stellung

LVRG, Big Data, Niedrigzinsphase – es waren die großen Themen, die der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) am Mittwoch in Hamburg zur Diskussion stellte. Dabei zeigte sich, dass die Makler in Fragen der Digitalisierung mit den Verbraucherschützern “auf einer Linie” liegen, wie VDVM-Präsident Peter Wesselhoeft betonte.

VDVM bringt sich gegen Big Data in Stellung

Der VDVM-Vorstand (von links): Achim Fischer-Erdsiek, Holger Mardfeldt (verdeckt), Mathias Pahl, Oliver Fellmann, Adelheid Marscheider, Peter Wesselhoeft, Yorck Hillegart, Dr. Hans-Georg Jenssen.

“Das sind wir, weiß Gott, nicht immer”, sagte Wesselhoeft im Rahmen des 36. VDVM-Pressegesprächs, das er zum Ende seiner vierjährigen Amtszeit ein letztes mal leitete. Noch in diesem Jahr sollen die Verbandsmitglieder über einen Nachfolgekandidaten abstimmen.

“Big Data” lässt ungewohnte Allianzen entstehen

Wesselhoeft stellte das Thema “Big Data” in den Mittelpunkt seiner Rede. Dabei kam es zu ungewohnten Allianzen: “Es kann nicht sein, dass ich mich ständig überwachen lassen muss, um überhaupt erschwinglich versichert werden zu können”, zitierte der VDVM-Präsident einen Satz von Klaus Müller, Leiter des Bundesverbands der Verbraucherzentralen.

Wesselhoeft, der im Hauptberuf als geschäftsführender Gesellschafter beim Hamburger Makler Gossler, Gobert & Wolters tätig ist, treibt die Sorge um, dass die Versicherer ihre Kunden “immer feingliedriger aufsplitten, um gute – das heißt aus Sicht der Versicherer profitable – Risikogruppen zu selektieren und bevorzugt zu zeichnen”.

VDVM warnt vor “Pay-as-you-live”-Tarifen

Diese Entwicklung konterkariere den Versicherungsgedanken, sagte Wesselhoeft, wonach eine Versicherung als “eine Beseitigung des Risikos eines Einzelnen durch Beiträge von Vielen, also durch ein möglichst großes Risikokollektiv”, definiert sei. Die rasante Entwicklung der Telematik mache es zunehmend möglich, fuhr der Makler fort, dass die Versicherer “im Rahmen des rechtlich Möglichen in die individuelle Tarifierung (Pay-as-you-live-Tarife) einsteigen werden”.

Seite zwei: “Die Konsequenzen könnten gravierend sein”

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1 Kommentar

  1. Recht haben die Makler – die Erfassung und Einpreisung von konkreten Lebenssituationen und Verhaltensweisen der Versicherten führt letztlich zu einem großen Verlust an Freiheit. Denn indirekt werden die Versicherten zu einem standardisierte Verhalten gezwungen, das möglichst wenig Risiken birgt. Keine Gebirgswanderungen mehr, dafür Zwangsbesuch im Fitness-Studio. Big Data wird so zum Beschleuniger der Entsolidarisierung und der Freiheitsbeschränkungen der Gesellschaft.

    Kommentar von Tellerwaescher — 18. Oktober 2015 @ 09:49

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