5. Juni 2015, 08:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Es gibt keinen risikolosen Zins mehr”

Jürgen Schrameier, Vorstandsvorsitzender der WWK Versicherungen, spricht im Interview mit Cash. über das Vertriebsjahr 2014, die zunehmenden Schwierigkeiten der Lebensversicherer in der Kapitalanlage und erklärt, warum sein Haus auch weiterhin auf eine hohe Eigenkapitalquote setzt.

Es gibt keinen risikolosen Zins mehr

“Bedingt durch das Niedrigzinsumfeld und den entstehenden Kostendruck ziehen sich aktuell etliche Versicherungsgesellschaften aus Teilbereichen des Marktes zurück.”

Cash.: Eine aktuelle Studie der MainFirst Bank prognostiziert der Lebensversicherungsbranche anhaltende Verluste und einen wachsenden Kapitalisierungsbedarf. Inwieweit trägt vor diesem Hintergrund die finanzielle Stabilität zum künftigen Vertriebserfolg bei?

Schrameier: Die WWK ist ein finanzstarker und attraktiver Partner für alle Vertriebe sowohl auf der Produkt- als auch auf der Provisionsseite. Bereits 2014 war für unser Unternehmen ein außerordentlich erfolgreiches Vertriebsjahr. Im Geschäftsfeld Leben konnten unsere Vertriebe die abgerechnete Produktion um über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Die positive Entwicklung ist Resultat der starken Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens WWK und einem gut aufgestellten und bundesweit agierenden Betreuungsteam vor Ort.

Am Markt beobachten wir derzeit ein sich stark veränderndes Umfeld. Bedingt durch das Niedrigzinsumfeld und den entstehenden Kostendruck ziehen sich aktuell etliche Versicherungsgesellschaften aus Teilbereichen des Marktes zurück. Besonders auffällig ist dies bei der Riester-Rente. Davon wollen wir profitieren und weiter Marktanteile gewinnen.

Die WWK ist bekannt dafür, auf eine marktüberdurchschnittliche Eigenkapitalquote zu setzen. Wie hat sich die Quote im Vergleich zu 2013 – als 5,6 Prozent zu Buche standen – entwickelt und welche Ziele verbindet Ihr Haus mit dieser Kennzahl?

Wir haben bereits vor vielen Jahren die strategische Entscheidung getroffen, unsere Eigenkapitalquote nachhaltig auszubauen, um auch für schwierige Situationen am Kapitalmarkt gerüstet zu sein. Den in 2013 bereits weit marktüberdurchschnittlichen Wert haben wir im Geschäftsjahr 2014 noch weiter gesteigert, auf 6,0 Prozent. Aufgrund der sich daraus ergebenden hohen Risikotragfähigkeit können wir flexibel in renditestärkere Anlageformen investieren.

Seite zwei: “Es gibt keinen risikolosen Zins mehr”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Gothaer: “Keine Reduzierung bei der Beratungskapazität”

Die Gothaer hat gegenüber Cash.Online bestätigt, dass der Konzern bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 700 bis 800 Stellen streichen wird. Dem stehe allerdings eine “natürliche Fluktuation” insbesondere durch anstehende Ruhestandsübergänge gegenüber. Diese Fluktuation liege nach aktueller Schätzung bei über 500 Mitarbeitern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienboom: Bauindustrie erreicht neue Bestmarken

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben das Neugeschäft in der deutschen Bauindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben. Vor allem der Wohnungsbau treibt das Volumen in die Höhe.

mehr ...

Investmentfonds

Inflationsraten driften in Industriestaaten auseinander

In den entwickelten Ländern dürften sich die Inflationstrends im Jahr 2017 unterschiedlich entwicklen. Dies sagt Arif Husain, Portfoliomanager und Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price.

mehr ...

Berater

Vema: Sommerer verlässt Vorstand

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft mitteilt, ist der bisherige Vorstand Stefan Sommerer auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Er hatte die Bereiche IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...