Anzeige
30. März 2016, 12:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Arme sterben früher – Regionale Unterschiede in Deutschland groß

Menschen mit wenig Geld sterben in Deutschland im Schnitt deutlich früher als reiche. Die Lebenserwartung liegt in struktur- und einkommensschwachen Regionen erkennbar niedriger als in wohlhabenden Gegenden.

Arme sterben früher - Regionale Unterschiede in Deutschland groß

Nötig sei eine umfassende Bekämpfung von Armut und gesundheitsschädlichen Lebensverhältnissen – also etwa höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gerade für Geringverdiener, fordert Sabine Zimmermann von der Linkspartei.

Dies zeigt eine Daten-Auswertung der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann von der Linkspartei, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Negativ betroffen sind etwa weite Teile Ostdeutschlands und Teile des Ruhrgebiets, des Saarlands und Frankens.

Besonders bei Männern sind die Unterschiede deutlich. Schlusslicht ist bei ihnen das rheinland-pfälzische Pirmasens mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 73,0 Jahren. Die höchste Lebenserwartung bei Männern gibt es demnach im bayerischen Starnberg mit 81,3 Jahren. Auch bei den Frauen belegt Pirmasens mit 77,1 Jahren den letzten Platz, statistisch am ältesten werden Frauen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 85,0 Jahren.

“Schlechte Gesundheit von Generation an Generation weitergegeben”

In einer Antwort auf eine Anfrage Zimmermanns betont das Gesundheitsministerium: “Zahlreiche Maßnahmen der Bundesregierung zielen auf eine Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit.” Mit dem 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz würden die Krankenkassen verpflichtet, gezielt Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention zu erbringen.

Hingegen argumentierte Zimmermann, Armut und damit schlechte Gesundheit würden von Generation an Generation weitergegeben. “Um das zu ändern, braucht es mehr als Programme zur Gesundheitsprävention”, sagte sie der dpa. Nötig sei eine umfassende Bekämpfung von Armut und gesundheitsschädlichen Lebensverhältnissen – also etwa höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gerade für Geringverdiener.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Für die Bezieher leistungsloser Einkommen ist es sehr wichtig, dass der Normalbürger nicht an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt, weil sonst deren Existenz bedroht ist.

    Kommentar von H. Braun — 1. April 2016 @ 10:11

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

“Unser Ansatz ist, Mobilität zu versichern”

“Langfristig wird das autonome Fahren dazu führen, dass die klassische Kraftfahrtversicherung nachhaltig schrumpft”, sagt Frank Edelmeier, Leiter Geschäftsfeld Kraftfahrtversicherungen beim Versicherer Axa, im Interview mit Cash. Die Frage sei, in welcher Geschwindigkeit dies geschehe.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung ist so günstig wie nie zuvor

Seit dem Sommer 2015 sinken die Baufinanzierungszinsen stetig. Über aktuelle Trends in der Baufinanzierung anhand der Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB) berichtet Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG.

mehr ...

Investmentfonds

Die drei Wachstum-Champions aus den Emerging Markets

In den Schwellenländern gibt es einige Staaten, deren Wirtschaftswachstum extrem boomt. Antti Raappana, Chief Portfolio Manager für mehrere Schwellenländer-Fonds von Danske Invest, hat drei Schlüsselmärkte analysiert.

mehr ...

Berater

Erste Sparkassen im Osten wollen Negativzinsen verlangen

Unternehmen in Ostdeutschland sehen sich ersten Forderungen von Negativzinsen bei Sparkassen ausgesetzt. Nach Angaben des Ostdeutschen Sparkassenverbands wollen einige Sparkassen künftig sogenannte Verwahrentgelte erheben.

mehr ...

Sachwertanlagen

ILG startet ins institutionelle Geschäft

Die zur ILG Gruppe gehörende ILG Capital GmbH hat den ersten institutionellen Fonds des Unternehmens aufgelegt. Der als offener Spezial-AIF konzipierte ILG Einkaufen Deutschland I plant eine Gesamtinvestitionen von 400 Millionen Euro in großflächige deutsche Einzelhandelsimmobilien.

mehr ...

Recht

IVD fordert Nachbesserung der WIKR

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) fordert, dass der Gesetzgeber bei der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) nachbessert. Dafür hat er ein neunseitiges Positionspapier mit Vorschlägen herausgegeben, mit denen sich die Kreditklemme lösen lasse.

mehr ...