Anzeige
Anzeige
13. Januar 2016, 10:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bafin-Chef warnt Finanzbranche vor Aussitzen der Niedrigzinsphase

Die Finanzaufsicht Bafin legt Banken und Versicherern wegen der extrem niedrigen Zinsen höhere Gebühren nahe. Die Niedrigzinsphase mache den Instituten zusehends zu schaffen, sagte der Präsident der Behörde, Felix Hufeld, am Dienstagabend in Frankfurt.

Bafin-Präsident warnt Finanzbranche vor Aussitzen der Niedrigzinsphase

“Nichts zu tun und nur zu warten, bis sich das Schreckgespenst Niedrigzins verzogen hat, wäre – für einige Institute zumindest – Selbstmord auf Raten”, sagte Bafin-Präsident Felix Hufeld.

“Noch haben die meisten ein ausreichendes Polster, um die Niedrigzinsphase heil zu überstehen.” Hufeld mahnte jedoch: “Die Banken haben Möglichkeiten gegenzusteuern, und sie sollten sie nutzen.” Neben höheren Preisen seien Kostensenkungen eine mögliche Antwort.

Hufeld: Politik darf nicht einseitig auf Honorarberatung setzen

Hufeld betonte: “Nichts zu tun und nur zu warten, bis sich das Schreckgespenst Niedrigzins verzogen hat, wäre – für einige Institute zumindest – Selbstmord auf Raten. Denn wie lange die Niedrigzinsphase noch dauert, kann heute niemand seriös voraussagen.” Die Bafin beaufsichtigt 1500 kleinere und mittelgroße Banken in Deutschland direkt und ist zudem für die Versicherungsaufsicht zuständig. Hufeld führt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) seit 1. März vergangenen Jahres.

Beim Anlegerschutz dürfe die europäische Politik nicht einseitig auf Honorarberatung setzen, bekräftigte Hufeld – auch, weil die Erträge der Banken wegen der niedrigen Zinsen ohnehin stark unter Druck seien: “Ein Anlegerschutz, der dazu führt, dass Wertpapierberatung gar nicht oder nicht mehr flächendeckend angeboten wird und faktisch einer wohlhabenden Klientel vorbehalten bleibt, kann kein sinnvolles politisches Ziel sein.”

Quelle: dpa-AFX

Foto: Bafin

2 Kommentare

  1. Ist das seine Aufgabe. Grundsatz stimmt, aber es wäre doch angebrachter auf EZB einzuwirken, die unselige Geldpolitik zu normalsieren. Das ist der richtie Weg!

    Kommentar von L J Haimerl — 15. Januar 2016 @ 11:45

  2. Regulierung: Da hat der Bafin-Chef die Politik falsch verstanden: Sie will m.E. die Rahmenbedingungen durchweg so gestalten, dass sie scheinbar “beweisen” kann, dass es der Markt nicht kann, egal, ob das Anlageberatung oder Vermietung oder die sog Energiewende ist. Anlageberatung.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 15. Januar 2016 @ 09:54

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

GDV: Eiopa sollte IDD-Entwurf überarbeiten

Der Umsetzungsvorschlag der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa zur europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) würde nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf ein faktisches Provisionsverbot hinauslaufen. Der Verband fordert daher eine Überarbeitung.

mehr ...

Immobilien

Wunschbüro der Zukunft überraschend konservativ

Wie stellen sich die Generationen X und Y das Büro der Zukunft vor? Unter dem Titel „Office of the future?“ untersuchten Savills und die Unternehmensberatung Consulting cum laude die Vorstellungen vom Büro der Zukunft.

mehr ...

Investmentfonds

Europäischer Aktienmarkt unterschätzt heimische Konjunktur

Bei vielen Investoren hat die europäische Konjunktur derzeit einen schlechten Ruf. Allerdings ist die Ausgangssitution für einige Experten positiver als angemommen.

mehr ...

Berater

Presse: Commerzbank steht vor massiven Stellenstreichungen

Die Commerzbank steht Presseberichten zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke wolle mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs streichen, schrieb das “Wall Street Journal” auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Inhaberwechsel bei Autark Capital Care

Lars Schmidt (44) hat am 1. September die Autark Capital Care GmbH zu 100 Prozent übernommen und ist neuer Geschäftsführer. Er löst damit Wolfgang Laufer ab, der das Unternehmen im November 2015 gegründet hatte.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...