Anzeige
15. März 2016, 11:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Chancen von bAV-Produkten im Zinstief

In Zeiten des Niedrigzinses stellt sich die Frage, was ein gutes bAV-Produkt auszeichnet, das nicht nur heute, sondern auch in Zukunft unter veränderten Marktbedingungen funktioniert? Zwei Modelle sind denkbar, schreibt Ralf Weissenfels vom Deutschen Kompetenznetzwerk DK bAV eG, in seinem Gastbeitrag.

Weissenfels in Chancen von bAV-Produkten im Zinstief

“Viele Produkte werden als kapitalmarktnah angeboten, sind aber bei genauerem Hinsehen sehr stark am Deckungsstock des Versicherers beziehungsweise am Anleihemarkt ausgerichtet.”

Versicherer suchen händeringend nach lukrativen Kapitalanlagen. Für sie wird es immer schwerer, ihre Garantieversprechen zu erfüllen. Nicht nur die Zinszusatzreserve, eine gesetzlich vorgeschriebene Rückstellung für erteilte Garantieverpflichtungen, entwickelt sich zur Belastung, sondern auch fehlende Anlagemöglichkeiten. Angesichts von Renditen von 0,2 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen grenzt es nahezu an Zauberei, eine Verzinsung von drei und mehr Prozent in alten Versicherungsbeständen zu erzielen. Kein Wunder, dass immer mehr Lebensversicherer aus dem klassischen Geschäft aussteigen.

Arbeitgeber wollen Haftungsrisiko so gering wie möglich halten

Die Niedrigzinsphase ist spürbar und beeinträchtigt die betriebliche und private Altersvorsorge. Für Verbraucher wird das Sparen immer teurer, denn sie müssen mehr Geld zur Seite legen, um ihre angestrebten Rentenziele zu erreichen. Und das in einer Zeit, in der das gesetzliche Rentenniveau ohnehin sinkt.

Garantien machen eine bAV im Zinstief teuer

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was also ein gutes bAV-Produkt auszeichnet, das nicht nur heute, sondern auch in Zukunft unter veränderten Marktbedingungen funktioniert? Im Fokus des Arbeitgebers steht es sicherlich, das Haftungsrisiko für ihn so gering wie möglich zu halten. Arbeitnehmer lassen sich allzu häufig von einem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis und einer Risikoaversion bei der Entscheidung für ein bAV-Produkt leiten. Beratungsgespräche werden in höchstem Maß von Emotionen bestimmt, wenn dem Kunden mit Garantien die absolute Sicherheit versprochen wird. Doch Sicherheit kostet Rendite und Geld. Garantien machen eine bAV im Zinstief teuer. Darüber wird zu wenig gesprochen.

Dazu ein hochinteressantes Ergebnis, das zum Nachdenken über Garantien veranlassen kann: Die Frankfurt School of Finance & Management hat sich in einer Studie den Garantiekosten in der Altersvorsorge gewidmet. So wurden die Kosten untersucht, die einem Anleger entstehen, wenn sein Sparplan mit einer hundertprozentigen Garantie für die eingezahlte Sparbeiträge ausgestattet ist. Dazu ein Beispiel aus der Studie: Eine 25-jährige Anlegerin zahlt über 42 Jahre lang monatlich 50 Euro in einen Sparplan ein. Auf Basis des heutigen Zinsniveaus lägen die Garantiekosten im Vergleich zu dem Zinsniveau im Jahr 2000 um das Fünffache höher. In diesem Beispielfall würde das einer Summe von 140.000 Euro entsprechen.

Seite zwei: Welche Produktmodelle denkbar sind

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...