Anzeige
Anzeige
14. Januar 2016, 17:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Nicht möglich, jegliches Streitpotenzial auszuschließen”

Amar Banerjee, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Versicherungsproduktion von Swiss Life Deutschland, erklärt im zweiten Teil des Cash.-Interviews zum Thema Arbeitskraftabsicherung, warum er Branchenversorgungswerke für einen Vertriebskanal der Zukunft hält und warum es in der BU-Regulierung zu Konflikten kommen kann.

BU-Regulierung: Nicht möglich, jegliches Streitpotenzial auszuschließen

“Kunden bei der Beantragung des Leistungsfalls zu unterstützen, halte ich für sehr sinnvoll. Schließlich ist es im Interesse aller Beteiligten, Leistungsansprüche möglichst schnell zu klären.”

Eine BU über den Arbeitgeber anzubieten, gehört zu den neueren Entwicklungen im Markt. Welche Entwicklung halten Sie in diesem Bereich noch für möglich?

Banerjee: Wir sehen einen klaren Trend bei den führenden Branchenversorgungswerken, auf Konsortiallösungen zu setzen, um die Arbeitskraft von Arbeitnehmern der angeschlossenen Partnerunternehmen abzusichern. Ein gutes Beispiel ist die MetallRente.BU des Versorgungswerks MetallRente, die in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Bestehen feiern konnte. Zum 1. Juli 2015 ist die Erwerbsminderungsrente MetallRente.EMI neu hinzugekommen. Hier ist Swiss Life, wie schon bei der MetallRente.BU, Konsortialführerin – was uns natürlich ganz besonders freut. Ebenfalls in diesem Jahr ging mit der KlinikRente.BU des Versorgungswerks KlinikRente eine weitere Initiative zur Arbeitskraftabsicherung an den Start.

Auch hier ist Swiss Life Konsortialführerin. Ich glaube, dass die Branchenversorgungswerke als Vertriebskanal für die verschiedenen Lösungen zur Arbeitskraftabsicherung erheblich an Bedeutung gewinnen werden. Schließlich profitieren hier die Mitarbeiter und Selbstständigen aus zahlreichen Branchen von einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis und von dauerhaft verlässlichen Prämien. Ein weiterer Pluspunkt ist die vereinfachte Risikoprüfung bei der Versorgung von Belegschaften. Swiss Life hat jahrelange Erfahrung als Konsortialführerin und kann Vermittler darum sehr gut beraten, die bei den Zielgruppen dieser Versorgungswerke bereits aktiv sind oder auch planen, hier neue Zielgruppen für sich zu erschließen.

Die BU genießt den Ruf eines sehr sinnvollen Versicherungsproduktes – gleichwohl gilt es als ein sehr komplexes Produkt. Bedarf es einer größeren Klarheit in den Bedingungen, um möglichen Streitfällen im Zuge der Leistungserbringung vorzubeugen?

Zweifelsohne bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung weiterhin den bestmöglichen Schutzumfang: Kein anderes Produkt versichert die zuletzt ausgeübte Tätigkeit und bietet dabei noch sozialen Bestandsschutz, und dies unabhängig von der Ursache. Und auch die Versicherungsbedingungen haben in der BU inzwischen bei den führenden Anbietern ein so hohes Qualitätsniveau erreicht, dass es kaum noch Spielraum für weitere Optimierungen gibt. Dennoch wird es wohl leider nicht möglich sein, jegliches Streitpotenzial auszuschließen. Das hängt mit dem weit gefassten Leistungsbegriff der BU-Versicherung zusammen: Demnach ist versichert, dass aufgrund von Krankheit oder Unfall dem in gesunden Tagen ausgeübten Beruf nicht mehr nachgegangen werden kann.

Die Kombinationsmöglichkeiten, die sich hieraus ergeben können, sind so vielfältig, dass eine genaue Abbildung in den Versicherungsbedingungen schlichtweg nicht möglich ist. Darum wird auch zukünftig eine genaue Prüfung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls notwendig sein.

Seite zwei: Unterstützung im Leistungsfall, Wachstumsziele in 2016

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Renten sollen um 1,9 (West) und 3,6 Prozent (Ost) steigen

Die Renten in Deutschland sollen Mitte des Jahres um 1,9 Prozent im Westen und 3,6 Prozent im Osten steigen. Das teilte das Bundessozialministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West. Bisher lag er bei 94,1 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeimmobilien: US-Notenbanker warnt vor Übertreibungen

Paul Rosengreen, Chef der Notenbank von Boston, hat davor gewarnt, dass der Markt für Gewerbeimmobilien mögliche wirtschaftliche Probleme verstärken könnte.

mehr ...

Investmentfonds

Legg Mason legt neuen High-Yield-Fonds für Instis auf

In Deutschland haben viele Anleger immer noch stark mit den negativen Realzinsen zu kämpfen. Legg Mason will von diesem Trend profitieren und bietet ein Fonds, der in hochverzinsliche Wertpapiere anlegt, für professionelle Investoren an.

mehr ...

Berater

DVAG, MLP & Co.: Mehr Frauenpower im Finanzvertrieb

In der Finanz- und Versicherungsberatung sind Frauen immer noch in der Minderheit. Und das, obwohl die Beratertätigkeit heute schon gender-neutrale Vergütungs- und Entwicklungschancen bietet.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

Koalition entschärft Präventionsgesetz gegen Immobilienblase

Die große Koalition reagiert auf Kritik aus den Reihen der Kredit- und Wohnungswirtschaft: Der Finanzaufsicht Bafin werden weniger Instrumente als geplant zur Verfügung stehen, um gegen eine drohende Immobilienblase vorzugehen.

mehr ...