Anzeige
26. Februar 2016, 07:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kreise: Finanzreserven der Krankenkassen sinken auf 14,5 Milliarden Euro

Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Jahr um rund eine Milliarde Euro auf gut 14,5 Milliarden Euro gesunken. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin.

Krankenkassen-Reserven sinken auf 14,5 Milliarden Euro

Es sei zu erwarten, dass der Zusatzbeitrag in den nächsten Jahren – unter anderem wegen der Reformen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) – deutlich steigen wird.

Die Kassen nutzten demnach ihre Reserven, um ihren Zusatzbeitrag niedrig zu halten. Viele Kassen hätten ihren seit 2015 erhobenen Zusatzbeitrag im Vergleich zum zuvor geltenden Sonderbeitrag sogar abgesenkt.

Reserven von Kasse zu Kasse unterschiedlich

Dies zeige, dass der Wettbewerb zwischen den Kassen um niedrige Zusatzbeiträge funktioniere, hieß es. Die Krankenkassen liefern dem Bundesgesundheitsministerium ihre offiziellen Finanzzahlen über den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Ende Februar, Anfang März zu. Die Leistungsausgaben sind demnach offensichtlich, wie prognostiziert, stabil geblieben. Der vorhergesagte Zuwachs habe sich im Jahresverlauf sogar leicht abgeflacht.

Die Krankenkassen weisen jedoch darauf hin, dass die Reserven von Kasse zu Kasse unterschiedlich hoch seien. Im übrigen werde der Zusatzbeitrag in den nächsten Jahren unter anderem wegen der Reformen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) deutlich steigen.

Der allgemeine Beitragssatz liegt seit einigen Jahren bei 14,6 Prozent – von Arbeitnehmern und Arbeitgebern jeweils zur Hälfte getragen. Bis einschließlich 2014 kam dazu noch ein Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten, den die Versicherten alleine zahlen mussten. Seit 2015 wurde der feste Sonder- in einen variablen Zusatzbeitrag umgewidmet, den die Kassen selbst bestimmen können. 2015 lag er im Schnitt in etwa auf der Höhe des bis dahin geltenden Sonderbeitrags.

Unterschiede bei den Reserven wachsen

Anfang 2016 stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag unter dem Druck wachsender Kosten der Kassen jedoch von 0,9 auf 1,1 Prozentpunkte. Insgesamt liegt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung damit im Schnitt bei 15,7 Prozent.

Dabei wachsen die Unterschiede bei den Reserven zwischen den einzelnen Kassen. Nach deren Schätzungen von Ende 2015 werden die Beiträge bis 2020 um jährlich durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte weiter ansteigen. Insgesamt wären es dann 16,6 Prozent – im Schnitt. Manche dürften – wie schon jetzt – deutlich über diesem Durchschnitt liegen. Damit steigt der Wettbewerbsdruck, größere Wanderungsbewegungen der Versicherten zwischen den Kassen werden wahrscheinlicher.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...