Anzeige
Anzeige
4. Januar 2016, 14:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mehr Tote bei Naturkatastrophen – Beben in Nepal am folgenschwersten

Bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Hitzewellen sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re zählte rund 23 000 Todesopfer bei Naturkatastrophen, das sind etwa dreimal so viele wie im Vorjahr.

Mehr Tote bei Naturkatastrophen – Beben in Nepal am folgenschwersten

Das Erdbeben in Nepal im April vergangenen Jahres richtete Schäden von insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar an.

Die schlimmsten Auswirkungen hatte das Erdbeben in Nepal im April vergangenen Jahres, bei dem alleine 9000 Menschen starben und eine halbe Million Menschen obdachlos wurden. Es richtete Schäden von insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar an.

In Europa litt vor allem Großbritannien zum Jahresende unter Stürmen und starkem Regen – zuletzt sorgte Sturm “Eva” in Yorkshire für starke Überschwemmungen. Die Gesamtschäden der Sturmserie könnten sich nach bisherigen Schätzungen auf deutlich mehr als zwei Milliarden Euro belaufen, erklärte der Rückversicherer. Zwar sei der Hochwasserschutz in den betroffenen Regionen in den vergangenen Jahren verstärkt worden, doch hätten die Maßnahmen für die Stürme nicht ausgereicht.

Niedrigster Wert bei Naturkatastrophen-Schäden seit 2009

Insgesamt summierten sich die Naturkatastrophen-Schäden im vergangenen Jahr auf weltweit rund 90 Milliarden (Vorjahr: 110 Mrd) Dollar, das war der niedrigste Wert seit 2009. Rund 27 Milliarden Dollar der Schadensumme waren versichert. “2015 hatten wir, was die finanziellen Schäden angeht, auch Glück”, erläuterte der Leiter der GeoRisikoForschung der Munich Re, Peter Höppe. “Starke tropische Wirbelstürme trafen – wenn überhaupt – oft nur in dünn besiedelten Regionen auf Land.”

Während im Nordatlantik die Entstehung von schweren Stürmen durch das natürliche Klimaphänomen El Niño gedämpft wurde, habe das gleiche Phänomen im Nordostpazifik unter anderem wegen der damit höheren Wassertemperaturen die Entwicklung intensiver tropischer Wirbelstürme begünstigt, erläuterte Höppe.

Nur ein Bruchteil der Schadensumme von Beben in Nepal versichert

Häufig träfen in dieser Region Stürme nicht an Land – anders jedoch im Falle von Hurrikan Patricia: Er traf mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 340 Kilometer pro Stunde im Oktober im mexikanischen Bundesstaat Jalisco auf Land und war damit einer der stärksten bekannten Stürme weltweit überhaupt. Glücklicherweise sei die Region sehr dünn besiedelt und die Ausdehnung des Sturms relativ begrenzt gewesen, hieß es. Der Gesamtschaden belief sich auf mehr als eine halbe Milliarde Dollar.

Das verheerende Beben in Nepal mit einer Magnitude von 7,8 hatte sich am 25. April nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu ereignet. Wie häufig in Entwicklungsländern sei von der Schadensumme nur ein Bruchteil versichert gewesen – nämlich in diesem Fall 210 Millionen der insgesamt 4,8 Milliarden Dollar, hieß es. Die Versicherungswirtschaft gehe inzwischen neue Wege, um die Versicherungslücke zu verkleinern und so die Menschen nach Katastrophen von materiellen Schäden entlasten zu können, erklärte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek.

Quelle: dpa-AFX

Foto: think4photop / Shutterstock.com

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Immobilien

Smart Home wird beliebter

Das Leben im “Smart Home” wird zunehmend beliebt, fast zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das intelligent gesteuerte Eigenheim.  Das ist ein Ergebnis der Studie “Wohneigentum und Baufinanzierung” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der PSD Bank Nord.

mehr ...

Investmentfonds

Sentix Asset Management und Universal Investment legen neuen Fonds auf

Mit der neuen Strategie “Sentix Total Return” offensiv erweitern Sentix Asset Management und Universal Investment ihre Produktpalette.

mehr ...

Berater

Verkaufen im Grenzbereich

Wenn Sie mit Ihrer klassischen Nutzenargumentation nicht weiterkommen, dann wechseln Sie auf die Schmerz-Seite und sichern so Ihren Umsatz zum Wohle Ihrer Kunden. Denn Schmerz-Vermeidung ist das stärkste Kaufmotiv. Gastbeitrag von Dirk Kreuter, Vertriebsexperte

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC platziert auch restliche Kapitalerhöhung

Der Asset Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG wird heute seine am 12. September 2016 beschlossene Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...