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18. Februar 2016, 10:52
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Nach Rekordgewinn: W&W dämpft Erwartungen für 2016

Nach dem höchsten Gewinn in seiner Geschichte dämpft der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) für 2016 die Erwartungen. Das Ergebnis von 274 Millionen Euro 2015 werde in diesem Jahr wohl nicht wieder erreicht, sagte Vorstandschef Dr. Alexander Erdland am Donnerstag in Stuttgart.

Nach Rekordgewinn: W&W dämpft Erwartungen für 2016

W&W-Zentrale in Stuttgart

Günstige Faktoren des vergangenen Jahres würden sich vermutlich nicht wiederholen. So seien Aufwendungen für Versicherungsschäden niedrig gewesen, etwa wegen milden Wetters und wenig Glatteis-Unfällen oder Sturmschäden.

Verglichen mit 2014 (242 Millionen Euro) konnte W&W seinen Gewinn im vorigen Jahr um 14 Prozent steigern. Man werde sich von diesem sehr guten Ergebnis aber nicht so “blenden lassen, dass wir glauben, dass wir das auch für 2016 schaffen können”, meinte Erdland. Man habe noch kein klares Gewinnziel, weil man vorerst abwarte, wie sich Unsicherheiten für die deutsche Konjunktur entwickelten. Oberhalb von 200 Millionen Euro solle der Gewinn 2016 aber liegen.

Bausparen hat zum Gewinn beigetragen 

W&W hat zwei Kernbereiche: das Bausparen samt Baufinanzierung von Wüstenrot und die Versicherungen der Württembergischen. Wie sich der Gewinn zwischen den Sparten aufteilt, ist unklar – diese Zahlen veröffentlicht der Konzern nicht. Das Bauspargeschäft leidet unter den Niedrigzinsen am Kapitalmarkt, Sparer bekommen kaum noch Guthabenzinsen. Erdland stellte aber klar, dass Bausparen zum Gewinn beigetragen habe, “und zwar in einem höheren Maße als im Jahr zuvor”.

Der Konzern hat – mit Schwankungen – ein Jahrzehnt des Gewinnwachstums hinter sich. 2006 sei man noch “ein Sanierungsfall” gewesen, entsprechend stolz sei man nun auf das aktuelle Ergebnis, sagte Erdland. Die Zahl der Angestellten sank 2015 um etwa 200 auf 7000, vor zehn Jahren waren es noch 9500 Mitarbeiter.

Dieses Jahr soll W&W der Sprung in den Kleinwerte-Index SDax  gelingen – dies liegt auch daran, dass zwei Eigner ihre Anteile verkauft haben und seither 20 Prozent der Aktien im Streubesitz sind. “Das könnte wohl gelingen”, sagte Erdland mit Blick auf die Aufnahme. Dadurch verspricht sich die W&W-Chefetage einen höheren Wert des Konzerns.

Quelle: dpa-AFX

Foto: W&W

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