19. Januar 2016, 09:44

Was Vergütung mit Transparenz zu tun hat

Kommt ein Provisionsverbot – oder kommt es nicht? Und: Fällt das Provisionsabgabeverbot? Regulierung scheint sich vor allem mit Verboten zu beschäftigen. Wäre es nicht angemessener, den Verbraucher in seiner eigenen Entscheidung zu stärken, welche Leistungen er in Anspruch nehmen möchte und was er bereit ist, dafür zu zahlen?

Marktkommentar von Holger Beitz, PrismaLife

Was Vergütung mit Transparenz zu tun hat

Holger Beitz: “Eine wichtige Voraussetzung, um eine solche Beratung annehmen zu können, ist allerdings das Vertrauen des Verbrauchers zum Berater.”

Zweifellos hat die Definition von Regeln gerade in der Finanzbranche ihre Berechtigung. Doch stellt sich die Frage, wie Regulierung sinnvoll ansetzt. Ziel darf nicht die enge Vorgabe von vermeintlich “besten Lösungen” sein. Vielmehr geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine faire und gleichzeitig am individuellen Nutzen orientierte Entscheidungsfindung des Verbrauchers ermöglichen.

Eine hinreichende Finanzbildung ist dafür, wie bereits öffentlichkeitswirksam diskutiert, die wesentliche Basis. Doch selbst wenn das Finanzwissen der Verbraucher deutlich umfangreicher würde, bleibt es doch eine Illusion zu glauben, dass sich der Verbraucher in der komplexen Finanzwelt stets selbst die beste Lösung suchen kann. Im Regelfall wird immer qualifizierte Beratung nötig sein.

Vertrauen zum Berater ist wichtige Voraussetzung

Eine wichtige Voraussetzung, um eine solche Beratung annehmen zu können, ist allerdings das Vertrauen des Verbrauchers zum Berater. Dafür braucht es langjährig aufgebaute positive Erfahrungen mit dem Berater und eine umfassende Transparenz über die Grundlagen seiner Beratungsleistung.

Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir höhere Anforderungen an die Qualifizierung und Weiterbildung der Berater im Markt stellen und umsetzen.

Seite zwei: Vergütung an Beratungserfolg koppeln

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