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17. Februar 2017, 12:17
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Alterssicherung: “Dann bröckelt das ganze System”

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich auf einem Kongress zum Thema Altersvorsorge in Berlin für den Erhalt des Drei-Säulen-Modells ausgesprochen. “Alle drei Säulen sollen sich gesund weiterentwickeln, das ist momentan aber nicht der Fall”, so die Ministerin. 

IMG 9988 in Alterssicherung: Dann bröckelt das ganze System

Man könne auch künftig nicht auf das Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge verzichten, betonte Andrea Nahles in Berlin.

“Wir leben in einer Zeit der großen Verunsicherung”, sagte Nahles. Die Verunsicherung der Bürger beziehe sich auch auf die sozialen Sicherungssysteme, die bei der Suche nach Halt und Stabilität eine wichtige Rolle spielten. “Das Thema Rente ist dann meistens nicht weit weg”, so Nahles. Deshalb sei die Rente zum Ende der Legislaturperiode noch mal zu einem wichtigen Thema geworden. Das neue Rentenkonzept habe die Bundesregierung vorgelegt, um die Diskussion zu versachlichen.

Man könne auch künftig nicht auf das Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge verzichten, betonte Nahles. Es gebe aber noch einiges zu tun. Bei der gesetzlichen Rente sei entscheidend, für Stabilität des Rentenniveaus und Generationengerechtigkeit zu sorgen. “Wenn junge Leute nicht das Gefühl haben, dass sie später auch selbst von ihren Beiträgen profitieren werden, bröckelt das ganze System.” Nahles sagte, sie habe die Assekuranz in der Vergangenheit schon mehrfach verdächtigt, entsprechende Ängste in der Bevölkerung zumindest nicht zu zerstreuen und bat die Branche um Mäßigung.

Neue Impulse durch bAV-Reform

Mit Blick auf die zweite Säule erklärte Nahles, dass es gute Gründe gebe, die betriebliche Altersvorsorge zu stärken. Man habe mit der bAV-Reform neue Impulse setzen wollen und einen weiteren Durchführungsweg initiiert, um die Verbreitung in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu verbessern. Nahles sagte, sie sei zuversichtlich, dass die Reform wirken wird. Sie sei allerdings nicht sicher, ob das Prinzip der Freiwilligkeit auf Dauer funktioniert. Die Ministerin erklärte aber ihre Bereitschaft, dem System noch mehrere Jahre lang eine Chance zu geben.

Seite zwei: Viele Vorurteile bei der Riester-Rente

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1 Kommentar

  1. Um Verunsicherungen bei den Bürgern zu vermeiden erachte ich es als günstig, wenn sich an eingeführten Sprachgebrauch gehalten wird. Seit 1.1.2005 (AltEinkG) spricht man von dem 3-Schichten Modell. Aus dem Artikel geht nicht klar hervor ob Frau Nahles oder der Autor zu den “alten” drei Säulen übergegangen ist.

    Auch folgendes Zitat ist mehr als verwunderlich: “Nahles erwartet, dass in der nächsten Legislaturperiode besonders die dritte Säule im Fokus stehen wird, die private Altersvorsorge. Es gebe in diesem Bereich einen großen Vertrauenverlust in der Bevölkerung, der ernst genommen werden müsse. Besonders bei der Riester-Rente gebe es viele Vorurteile.”

    Die dritte SCHICHT ist in der tat die Private Vorsorge. Die Riesterente zählt als gefördertes Produkt jedoch zur 2. Schicht.

    Irgendwer sollte nochmal seine Hausaufgaben machen. Entweder der Autor oder die Ministerin.

    Kommentar von Michael W. Beyer — 18. Februar 2017 @ 11:32

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