16. Februar 2017, 09:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Digitalisierungsschmieden der Versicherer

In diesem Jahr haben die Versicherer verschiedene digitale Themen auf ihrer Agenda. Bei vielen Maßnahmen sollen der Kunde und seine Bedürfnisse im Fokus stehen – auf diese Weise bringt sich die Assekuranz gegen digitale Geschäftsmodelle in Stellung.

Digitale Geschäftsmodelle

Die “Customer Journey”, also der Prozess von der Erstinformation bis zum Abschluss und auch die Aftersales-Services, wird künftig zu einem immer größeren Anteil online erfolgen.

“Wir haben im letzten Jahr eine digitale Roadmap definiert, die unterschiedliche Handlungsfelder in Richtung Endkunde, interne digitale Prozessverbesserungen und Weiter- und Neuentwicklung von Geschäftsmodellen aufzeigt. 2017 werden wir als konkrete Maßnahme hieraus die erste Stufe einer konzernweiten mobilen Endkundenplattform fertigstellen, die wir in den nächsten Jahren sukzessive zu unserer zentralen Kundenschnittstelle ausbauen und weiterentwickeln werden“, kündigt Dr. Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender des Alte-Leipziger-Hallesche-Konzerns an.

Mit der Einrichtung einer sogenannten “Ideen-Werkstatt” in Stuttgart will die Alte Leipziger-Hallesche ab Anfang 2017 neue Produkte, Projekte und Geschäftsmodelle aus der Kundenperspektive entwickeln – und so den Beweis erbringen, dass sich auch ein Versicherer den Herausforderungen der Digitalisierung stellen kann.

Positive Herangehensweise

Die Zurich investiert seit ein bis zwei Jahren mit einem dreistelligen Millionenbetrag in verschiedene Digitalisierungsmaßnahmen.

“Dazu zählen unsere ‚Design Thinking‘-Champions, das neue Versicherungssystem Guidewire, Onlinerechner und -abschlussmöglichkeiten für die meisten Privatkundenprodukte sowie moderne digitale Tools und Schnittstellen für unsere Vertriebspartner”, so Zurich-Vorstand Dr. Klaus Endres. Bei W&W will man sich konkret mit den Thema Telematik beschäftigen.

Dass W&W, Zurich und Alte Leipziger-Hallesche mit ihrer positiven Herangehensweise an die Herausforderungen der Digitalisierung nicht allein sind, zeigt eine Befragung von rund 80 Teilnehmern des 15. Versicherungs-Roundtables der Managementberatung EY Innovalue im November letzten Jahres.

Vorstände sehen keine Bedrohung

Demnach gehen zwar alle Teilnehmer der Veranstaltung davon aus, dass die “Customer Journey”, also der Prozess von der Erstinformation bis zum Abschluss und auch die Aftersales-Services, künftig zu einem immer größeren Anteil online erfolgen werden.

Allerdings sehen die Vorstände darin keine Bedrohung: 86 Prozent der Befragten stehen beispielsweise digitalen Versicherungsordnern wie Knip oder Clark gelassen gegenüber, 69 Prozent empfinden auch gänzlich neue digitale Geschäftsmodelle nicht als Gefahr. (kb)

Foto: Shutterstock

 

Mehr zum Thema:

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Kosten- und Risikomarge im Visier der Insurtechs

Fintechs: Bundesbank-Chef drängt auf einheitliche Regulierung

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Karneval: HDI will für Unfallrisiken sensibilisieren

60 Prozent der Deutschen halten privaten Unfallschutz für wichtig, aber nur 24 Prozent haben tatsächlich eine Police abgeschlossen. Dies ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der HDI. Speziell für Karnevalisten bietet der Versicherer aktuell eine digitale Kurzzeitversicherung an, den sogenannten “Tolle-Tage-Schutz”. 

mehr ...

Immobilien

JLL: Hamburgs Büromarkt mit größtem Performance-Sprung

Der Victor Prime Office von Jones Lang LaSalle (JLL), der die Büro-Teilmärkte in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München analysiert, verzeichnete im vierten Quartal 2016 den stärksten Zuwachs in einem Quartal seit Aufzeichnung des Index Ende 2003.

mehr ...

Investmentfonds

Nebenwerte erhöhen die Rendite im Depot

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die großen Aktienindizes deutlich outperformen. Auch in der Zukunt dürfte diese Asset-Klasse attraktiv sein. Gastkommentar von Charles Anniss, Union Bancaire Privée

mehr ...

Berater

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Konsultation: „AIF-Geschäftsführung ist nicht qualifiziert“

Die BaFin hat die Frist für Stellungnahmen zu ihrem jüngsten Schreiben um zwei Wochen verlängert. Der Korrekturbedarf ist offenbar groß. Doch frühere Aussagen der Behörde lassen ahnen, wo ihre Grenzen liegen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

VDVM: Bafin schießt übers Ziel hinaus

Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kritisiert die Ausführungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zum BGH-Urteil zur Schadenregulierung. Der Verband will sich gegen eine “so pauschale und undifferenzierte Beschränkung des Berufsbildes des Versicherungsmaklers” wehren.

mehr ...