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23. Dezember 2005, 00:00
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Altersvorsorge wichtiger als Vererben

47 Prozent der Deutschen über 50 Jahre werden ihren Angehörigen kein materielles Erbe hinterlassen. Der Grund liegt laut einer Umfrage des Emnid-Instituts für den Hamelner Finanzdienstleister BHW in den zunehmenden Kosten für die Altersvorsorge. Demnach glauben selbst 35 Prozent der Besserverdiener unter den befragten 908 Senioren, sich eine Übertragung von Werten an die nächste Generation finanziell nicht mehr leisten zu können.
Nur 17 Prozent der 50- bis 59-Jährigen rechnen laut Umfrage fest damit, selbst einmal ein Erbe antreten zu können. ?Die Ansprüche an diese Lebensphase sind gewachsen. Die Menschen werden älter und bleiben dank gesundheitlicher Vorsorge und besserer Arbeitsbedingungen fit und aktiv?, konstatiert BHW-Experte Matthias Schnabel.

Immobilien-Eigentümer sehen ihrem finanziellen Auskommen im Alter laut der Erhebung gelassener entgegen: 94 Prozent der Menschen, die im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung leben, seien davon überzeugt, mit dem Immobilienerwerb beste Alterssicherung zu betreiben. Eigentümer befürchten auch deutlich weniger als Mieter, künftig aus wirtschaftlichen Gründen auf viele Dinge verzichten zu müssen. Eigenheimbesitzern steht damit trotz erhöhter Vorsorgeaufwendungen auch eher die Option offen, den nächsten Angehörigen einmal etwas zu vermachen. 57 Prozent von ihnen, aber nur 39 Prozent der Mieter können sich dies laut Umfrage leisten.

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