Futura Finanz: Schadenersatz-Urteil

Das Landgericht Heilbronn hat den Finanzvertrieb Futura Finanz AG, Hof, zu Schadenersatz wegen Falschberatung verurteilt. Das Urteil vom 28. Februar 2006 (Az. 5 O 90/05) bezieht sich auf eine Anlage der Frankonia Sachwert AG, für die die Futura Finanz als Vertrieb Anleger als atypisch stille Gesellschafter geworben hat.

Nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil wurde der Klägerin, einer Standesbeamtin, von den Futura-Finanz-Vermittlern die Beteiligungen an der Frankonia Sachwert AG als sichere Kapitalanlagen vorgestellt. Die Klägerin schloss vier Beteiligungen in Höhe eines Nominalwertes von insgesamt 34.000 Euro ab.

Die Vermittler beriefen sich im Rahmen der Beweisaufnahme auf entsprechende Schulungen des Vertriebs der Futura Finanz. Bei diesen sei von einem Totalverlust- oder gar Nachschussrisiko keine Rede gewesen. In den Prospekten und den Zeichnungsscheinen waren zwar anders lautende Hinweise enthalten, dies hat jedoch laut Urteil keinen Einfluss. Die Klägerin durfte nach Argumentation des Gerichts darauf vertrauen, dass sich in dem schriftlichen Vertragswerk keine Klauseln befinden, die den Auskünften der Vermittler der Futura Finanz fundamental widersprechen.

Das Urteil wurde von Rechtsanwalt Oliver Renner von der Stuttgarter Kanzlei Wüterich & Breucker erstritten. Der beklagte Vorstandsvorsitzende der Futura Finanz, Michael Turgut, kündigte in einer Stellungnahme gegenüber cash-online an: ?Von Seiten der Futura Finanz AG werden gegen das Urteil vom 28. Februar 2006 entsprechende Rechtsmittel eingelegt.?

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