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MLP: Provisionserlöse schrumpfen um 20 Prozent

Die Gesamterlöse des Finanz- und Vermögensberaters MLP sind im ersten Quartal 2009 mit einem Minus von 19 Prozent deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahresquartal. Das Wieslocher Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Erlös von 125,5 Millionen Euro gegenüber 155,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2008. Die darin enthaltenen Provisionserlöse schrumpften indessen um 20 Prozent auf 111,6 Millionen Euro (erstes Quartal 2008: 138,7 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) liegt mit einem Plus von 3,4 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 25,1 Millionen Euro. Beeinflusst wurde das Ergebnis durch den Sondereffekt der Beteiligung von Swiss Life und den damit verbundenen Auswirkungen. Hier sind in der Folge außerordentliche und einmalige Kosten von rund 3,3 Millionen Euro für rechtliche und kapitalmarktrelevante Beratungsleistungen angefallen.

Der Schwerpunkt im Vertrieb lag in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 auf der privaten Krankenversicherung. Hier konnte MLP die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 13,7 Millionen Euro (11,4 Millionen Euro) steigern. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise büßte das Unternehmen im Bereich des Vermögensmanagements 16 Prozent Erlöse ein. Diese betrugen 17,2 Millionen Euro im Vergleich zu 20,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

?Bei unseren Kunden besteht durch die tief greifende Finanz- und Wirtschaftskrise ein hoher Beratungsbedarf, gleichzeitig hat sich aber die Zurückhaltung beim Abschluss lang laufender Verträge im ersten Quartal fortgesetzt?, sagt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender von MLP.

Im ersten Quartal konnte der Finanzdienstleister 6.600 Neukunden gewinnen. Die Gesamtkundenzahl stieg inklusive des übernommenen Finanzmaklers ZSH auf 773.000. ZSH ist ein Unternehmen, welches vermögende Privatkunden sowie Human- und Zahnmediziner in der Vorsorge- und Finanzplanung betreut. Die Beraterzahl stieg im Berichtszeitraum von 2.413 auf 2.435, was einem Plus von einem Prozent entspricht.

Die Prognose für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bezeichnet MLP als ?verhalten optimistisch?. Das im Februar angekündigte Kostensenkungsprogramm verlaufe planmäßig, teilte das Unternehmen mit. Für das Jahr 2009 sollen die Kosten um zwölf Millionen Euro sinken, 2010 sind Einsparungen von zehn Millionen Euro geplant. (ks)