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OVB kämpft mit der Wirtschaftsflaute

Der Finanzvertrieb OVB hat erneut einen Rückgang bei den Provisionserlösen zu vermelden und geht mit einem Minus von 24 Prozent aus den ersten sechs Monaten des Jahres 2009. Die Kölner erwirtschafteten im Berichtszeitraum Provisionen in Höhe von 100,7 Millionen Euro gegenüber 132,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Aufgeschlüsselt nach Regionen weist Deutschland im direkten Vergleich mit den anderen europäischen Regionen eine Umsatzentwicklung auf, die zwar ebenfalls mit 9,4 Prozent rückläufig war, dennoch besser abschnitt als Mittel- und Osteuropa (minus 34,4 Prozent) und Süd- und Westeuropa (minus 22 Prozent). Die Einbußen musste das in 14 Ländern aktive Unternehmen vor allem in den Landesgesellschaften in der Slowakei, Polen, Ungarn und Österreich hinnehmen.

In absoluten Zahlen trug Deutschland in den Monaten Januar bis Juni mit Provisionserlösen von 37,5 Millionen Euro (Vergleichswert 2008: 41,4 Millionen Euro) zum Ergebnis bei, die Region Mittel- und Osteuropa mit 41,9 Millionen Euro (63,9 Millionen Euro) sowie die Region Süd- und Westeuropa mit 21,3 Millionen Euro (27,3 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ist um 70,7 Prozent eingebrochen und liegt mit 4,9 Millionen Euro sehr deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 16,7 Millionen Euro.

Geschäftsentwicklung durchwachsen

In den ersten sechs Monaten verzeichnete der Finanzdienstleister einen Neukundenzuwachs um 4,1 Prozent. Die Gesamtkundenzahl stieg europaweit von 2,79 Millionen auf 2,68 Millionen.

Die Beraterzahl fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringfügig für alle Regionen von 4.950 auf 4.920 (minus 0,6 Prozent). Deutschland konnte bei den Beraterzahlen um 3,9 Prozent zulegen, in der Region Mittel- und Osteuropa sind 0,4 Prozent weniger Berater für das Unternehmen unterwegs, in der Region Süd- und Westeuropa sind es 8,7 Prozent weniger Außendienstmitarbeiter.

Das Unternehmen teilte mit, dass die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr durchwachsen gelaufen sei. Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr wurden bereits vor zwei Wochen aufgrund der weiter vorherrschenden Absatzflaute heruntergeschraubt (cash-online berichtetehier [1]). Die OVB rechne für 2009 mit Gesamtvertriebsprovisionen zwischen 190 und 200 Millionen Euro. (ks)