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Aragon dank Umsatzsprung zurück in den schwarzen Zahlen

Der Finanzkonzern Aragon hat für das erste Quartal 2010 operativ eine schwarze Null präsentiert. Die Umsatzerlöse legten deutlich zu. Während der Maklerpool JDC sich verbessert zeigt, kämpft der Geschlossene-Fonds-Spezialvertrieb Bit Treuhand weiter mit schleppendem Absatz.

Mit einem Umsatzsprung um 65 Prozent auf 23,7 Millionen Euro habe man im anhaltend schwierigen Markt für Finanzdienstleistungen an die positive Entwicklung des Vorquartals angeknüpft und sei mit „einem historisch starken“ ersten Quartal in das Jahr 2010 gestartet, teilt die Konzernführung mit. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte Aragon auf 0,1 Millionen Euro zu. Im ersten Quartal 2009 schlug noch ein Minus von 0,8 Millionen Euro zu Buche.

„Das erste Quartal 2010 ist das bisher umsatzstärkste erste Quartal unserer Unternehmensgeschichte. Die Profitabilität wird im Laufe des Jahres nachziehen“, sagt Aragon-CEO Dr. Sebastian Grabmaier. Den verwalteten Bestand an Investmentfonds beziffert Aragon Stand Ende März auf rund 3,8 Milliarden Euro. Das entspreche einem Anstieg um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so der Konzern.

Das Geschäftsfeld Broker Pools, zu dem unter anderem der Grünwalder Maklerpool Jung, DMS & Cie (JDC) zählt, war mit einem Umsatz von 16,8 Millionen Euro die treibende Kraft der Absatzentwicklung im ersten Quartal. Auch beim operativen Ergebnis, das gegenüber dem Vorjahr von minus 0,9 auf minus 0,01 Millionen Euro eingegrenzt wurde, verbesserte sich die Sparte. Trotz des positiven Ergebnisses von JDC leide der Geschäftsbereich allerdings weiterhin an dem schwierigen Marktumfeld für geschlossene Fonds und der daraus resultierenden Ergebnissituation der Bit Treuhand, heißt es in der Aragon-Mitteilung.

Das wachstumsstärkste Segment war zum Jahresauftakt der Geschäftsbereich Financial Consulting. Dort stiegen die Umsatzerlöse laut Aragon um 215 Prozent auf 6,8 Millionen Euro. Hauptursachen seien die starke operative Performance der Compexx, die eines der besten Quartale ihrer Geschichte verzeichnen konnte, sowie die Erstkonsolidierung der Scopia (vormals MLP Finanzdienstleistungen, Wien), welche nach mehreren Verlustjahren bereits im ersten Quartal ein positives Nettoergebnis vor Restrukturierungskosten erzielen konnte und des PKV-Vertriebs [1] Inpunkto, Mönchengladbach. Das operative Quartalsergebnis liegt bei 0,5 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro im Vorjahr.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt man sich zuversichtlich. „Die guten Ergebnisse im saisonal bedingt typischerweise schwachen ersten Quartal lassen uns optimistisch auf das zweite Halbjahr 2010 blicken. Aragon wird die Wachstumsgeschwindigkeit weiter erhöhen, sodass wir heute von einem Jahresumsatz von über 120 Millionen Euro ausgehen,“ erklärt Aragon-COO Wulf Schütz. (hb)

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