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Umfrage: Internet läuft Beratern den Rang ab

Bei Geld- und Vorsorgethemen ist das Internet die wichtigste Informationsquelle. Auch bei Vertragsabschlüssen gewinnt der Absatzkanal an Bedeutung. Zu diesem Schluss kommt die Branchenstudie “Das Web als zentrale Anlaufstelle in Finanzangelegenheiten” des Internetunternehmens Yahoo.

Während Versicherungen der Umfrage unter mehr als 1.500 Befragten generell noch meist persönlich beim Versicherungsmakler vor Ort abgeschlossen werden, wird das Internet bei Kfz-Policen immer wichtiger. 38 Prozent der neuen Verträge kommen demnach bereits aus dem Netz.

Als Informationsgrundlage hat vor dem Abschluss einer Kfz-Versicherung hat das Web dem Vertreter bei den Befragten bereits den Rang abgelaufen (46 Prozent versus 33 Prozent). Auch bei Krankenversicherungen und Rechtsschutzversicherungen geht die Mehrheit lieber auf Informationssuche ins Netz als zum Versicherungsvertreter (40 Prozent vs. 28 Prozent; 37 Prozent vs. 29 Prozent).

Die Untersuchung zeigt, dass sich das World Wide Web vor allem als zentrale Anlaufstelle für private Bankgeschäfte etabliert hat. Neun von zehn Usern nutzen demnach die Möglichkeiten des Online-Bankings, zwei Drittel sogar ausschließlich. Beim Banking im Netz geht es der Studie zufolge nicht nur um Überweisungen oder Daueraufträge. Auch im Wertpapiergeschäft steigt die Bedeutung: 37 Prozent der Befragten wickeln ihre Transaktionen inzwischen mindestens teilweise online ab. Dabei haben Männer mit 43 Prozent eindeutig die Nase vorn (Frauen: 30 Prozent).

Seite 2: Welche Informationen suchen Anleger in Netz?

Das Internet ist zudem zur wichtigsten Informationsquelle vor dem Abschluss von Geldanlagen geworden – und zwar über alle Anlageformen hinweg. Ob Termin- und Festgeld, Bausparvertrag, Fonds, Aktien oder Optionsscheine und Zertifikate – für die Befragten steht bei den Informationsquellen stets das Internet an erster Stelle.

Neben den Seiten der einzelnen Finanzdienstleiter spielen Vergleichs- und Testseiten ebenso eine wichtige Rolle wie Suchmaschinen. In erster Linie geht es den Nutzern um allgemeine Informationen über das anbietende Unternehmen (52 Prozent). Bereits an zweiter Stelle folgt der Vergleich von Leistungen und Konditionen (51 Prozent) und schließlich um konkrete Informationen über bestimmte Finanzprodukte (50 Prozent).

Immer häufiger erfolgen auch die Abschlüsse online, so die Umfrage: Bei Tagesgeld und Aktien machen mehr als zwei Drittel ihre Geschäfte per Mausklick (Tagesgeld 69 Prozent; Aktien 68 Prozent) – Tendenz steigend. (hb)

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