6. Juni 2011, 16:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neue Anlegerschutzregeln: Bankberater schlecht informiert

Die Bankberatung ist im Zuge der Finanzkrise heftig in die Kritik und ins Visier der Regulierer geraten. Am Ende unzähliger Debatten stand die jüngste Gesetzesnovelle zur Verbesserung des Anlegerschutzes. Viele der Berater wissen jedoch nicht, womit sie es zu tun haben.

Fragezeichen-Beratung in Neue Anlegerschutzregeln: Bankberater schlecht informiert

Etwa 300.000 Bankberater sind in Deutschland von den regulatorischen Verschärfungen betroffen. Doch die meisten fühlen sich nicht ausreichend informiert. Das belegen die Ergebnisse der von Cash. als Medienpartner unterstützten Studie “Anlageberatung in Deutschland – The Bankers’ View”, für die das PFI Private Finance Institute der EBS Business School bundesweit 1.400 Bankberater befragt hat.

Die eingeräumten Wissenlücken verwundern angesichts des Eifers, mit dem Branchenverbände gegen strengere Regeln, insbesondere die Einführung des Beraterregisters, gekämpft haben. Wenn man den Umfrage-Ergebnissen traut, investieren die Institute wesentlich weniger Mühe, wenn es um die Aufklärung ihrer eigenen Angestellten geht.

So fühlt sich die Hälfte der Teilnehmer schlecht bis sehr schlecht darüber informiert, dass Falschberatung künftig als Ordnungswidrigkeit eingestuft und somit mit Bußgeldern sanktioniert werden kann. Das gleiche gilt für die Möglichkeit der Finanzaufsicht Bafin, bei Verstößen gegen anlegerschützende Vorschriften eine bis zu zweijährige Berufssperre zu verhängen. Lediglich ein Viertel der Befragten gibt an, gut bis sehr gut über diese neuen Regeln informiert zu sein. Selbst beim oft und kontrovers diskutierten Beraterregister trifft dies lediglich auf 30 Prozent der Teilnehmer zu.

Dabei scheint es sich vor allem um ein brancheninternes Kommunikationsproblem zu handeln. So bekunden 70 Prozent der befragten Berater starkes bis sehr starkes Interesse an der regulatorischen Entwicklung. Weitere 25 Prozent interessieren sich immerhin noch mäßig dafür.

Auf die Frage, wie ihre Institute auf die veränderten Vorschriften reagieren, nannten 47 Prozent Schulungsmaßnahmen, 44 Prozent die Überarbeitung von Beratungsprozessen und 40 Prozent den Ausbau von Compliance-Maßnahmen. (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

80 Prozent: Leistungsquote in der BU gestiegen

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Leistungsquotenstatistik in der Berufsunfähigkeitsversicherung veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr verkürzte sich die Bearbeitungszeit von 110 auf 106 Tage. Insgesamt wurden 80 Prozent aller Anträge bewilligt, nach 79 Prozent ein Jahr zuvor.

mehr ...

Immobilien

Bauen ja, aber nicht in großen Städten

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Dieses geflügelte Wort trifft wohl auch beim Kauf eines Eigenheims zu. Wie eine Auswertung der Interhyp-Daten der vergangenen fünf Jahre ergab, bauen oder kaufen die Deutschen am liebsten dort eine Immobilie, wo sie bereits heimisch sind – allerdings immer weniger, wenn sie in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern leben.

mehr ...

Investmentfonds

Ufa sucht Hauptdarsteller für Wirecard-Verfilmung

Die Bertelsmann-Tochter Ufa sucht noch Hauptdarsteller für ihre Verfilmung des Wirecard -Skandals. “Ich verfolge das Thema seit fast zwei Jahren, vor allem die beiden Männer an der Spitze haben mein Interesse geweckt: Jan Marsalek und Markus Braun”, sagte Ufa-Chef Nico Hofmann der “Süddeutschen Zeitung”.

mehr ...

Berater

Finanzstark ins digitale Zeitalter

Home-Office, Online-Handel, E-Business – nur einige Begriffe, die für den fundamentalen Wandel in der Unternehmenslandschaft stehen. Ein Wandel, der zwar schon vor Corona begann, aber durch die Pandemie eine neue Dynamik erreicht hat. Gastbeitrag von Dirk Oliver Haller, DFT Deutsche Finetrading 

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...