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19. August 2011, 16:04
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Wealth-Management-Markt erholt sich

Nach der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise hat der Markt für Wealth Management wieder deutlich zugelegt. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Roland Berger Strategy Consultants, für die 180 Kunden weltweit befragt wurden.

Markterholung-127x150 in Wealth-Management-Markt erholt sichAufgrund der beschränkten Risikobereitschaft vermögender Kunden habe sich allerdings der Produktmix hin zu weniger margenträchtigen Produkten verschoben, so die Untersuchung.

Vor diesem Hintergrund stünden Anbieter vor der Aufgabe, nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch die Erträge zu steigern. Wer bei den Kunden punkten möchte, müsse außerdem auf exklusive und transparente Beratung setzen, die die persönlichen Wertevorstellungen der Anleger berücksichtige.

“Das Wealth Management hat deutlich schneller als erwartet wieder an Dynamik gewonnen”, sagt Daniel Gresch, Partner und Leiter der Asset und Wealth Management Group bei Roland Berger. “Nach dem gravierenden Einbruch in der Finanzmarktkrise haben sich die Vermögenswerte, die dem aktiven Wealth Management weltweit zur Verfügung stehen, kräftig erholt.”

Der Analyse zufolge verbuchte der weltweite Markt für Wealth Management im Jahr 2008 noch ein Minus von 19 Prozent und legte dann bis Ende 2010 um knapp 14 Prozent auf 27,6 Billionen Euro zu. Davon entfielen rund 90 Prozent auf Kunden aus Nordamerika, Asien und Europa.

Diese Märkte verzeichnen laut Roland Berger auch die stärksten Zuwachsraten. So habe der europäische Markt 2010 um satte 17 Prozentpunkte im Vergleich zu 2008 zugenommen. Der asiatische Markt sei im gleichen Zeitraum um 14 Prozent gewachsen und der US-Markt um zwölf Prozent.

Der Zuwachs, der sowohl auf Nettomittelzuflüssen als auch auf Kurseffekten beruhe, könne allerdings nicht über strukturelle Schwächen hinwegtäuschen. Kunden gingen nach der großen Finanzkrise viel vorsichtiger mit ihrem Vermögen um, der Produktmix verschiebe sich daher zunehmend in Richtung weniger margenträchtiger Produkte wie etwa börsennotierter Indexfonds (ETFs).

“Im Vordergrund stehen im Moment Absicherung und Vermögenserhalt”, erklärt Roland-Berger-Partner Gresch. “Kunden betrachten komplexe Anlageprodukte nach den negativen Erfahrungen in der Krise noch zurückhaltend und entscheiden sich eher für Produkte, die hohe Sicherheit garantieren.” (hb)

Foto: Shutterstock

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