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Jeder Zweite legt Notgroschen zurück

46 Prozent der Bundesbürger sparen für unvorhergesehene Ausgaben, so eine aktuelle Umfrage der Quickborner Comdirect Bank. Auf dem zweiten Rang der wichtigsten Sparziele folgt demnach der Urlaub, für den 43 Prozent der Befragten sparen.

28 Prozent der Befragten sparen, um Rücklagen für den Ruhestand zu bilden, so die Studie. Weitere Anlässe zu sparen, sind demnach größere Neuanschaffungen (21 Prozent), Möbel und Küchengeräte (17 Prozent) sowie Auto und Motorrad (17 Prozent). Auch die Renovierung der Wohnung (16 Prozent) und Wohneigentum (14 Prozent) sind der Umfrage zufolge beliebte Gründe zu sparen.

Viele Sparen für den Notfall

“Viele Deutsche haben ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis und legen deshalb regelmäßig Geld für den Notfall beiseite”, kommentiert Sabine Münster, Leiterin Banking bei Comdirect die Ergebnisse.”Das ist sehr wichtig, denn schnell können unerwartete Kosten wie für die Autoreparatur oder eine neue Waschmaschine entstehen. Diese Rücklage sollte etwa zwei bis drei Netto-Monatsgehälter umfassen.”

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Quelle: Comdirect Bank

Die Studie offenbart auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Motiven zu sparen: Während 50 Prozent der Frauen demnach für unvorhergesehene Ereignisse sparen, sind es bei den Männern 42 Prozent.

Jüngere sparen für Reisen

Unterschiede gibt es der Studie zufolge auch zwischen den Altersgruppen: Je älter die Befragten, desto größer ist demnach die Bereitschaft, für den Notfall zu sparen. Während nur 38 Prozent der 18- bis 29-Jährigen der Studie zufolge für eine “eiserne Reserve” sparen, sind es bei den 30- bis 39-Jährigen 43 Prozent. Bei den über 60-Jährigen ist es demnach sogar mehr als jeder Zweite (52 Prozent).

Das Sparen für Notfallrücklagen steht für jüngere Menschen erst an zweiter Stelle. 47 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 48 Prozent der 30- bis 39-Jährigen sparen lieber für Reisen. Comdirect hat für die Umfrage 2.000 Personen befragt. (jb)

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